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1 (1812)
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Von dem Zero der Temperatur.

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lichen Verhältnisse, so wird eine intensive Hitze hervorgc-bracht; der Kalk wird, wie man es nennt, gelöscht, undmuß in diesem Zustande als ein Kalkhydrat betrachtetwerden. Setzt man nicht mehr Wasser zum Kalke, alszum Löschen desselben erfordert wird, so findet inan, daßdrei Theile Kalk, dem Gewichte nach, vier Theile Hy-drat, welches ein vollkommen trockenes Pulver ist, undaus welchem das Wasser erst bei der Rothglühhitzc aus-getrieben werden kann, bilden. Setzt man eine größereMenge Wasser hinzu, so bildet die Mischung den Mör-tel, eine teigähnliche Zusammensetzung, aus welcher dasWasser bei der Siedhitze ausgetrieben werden kann, wodann das Hydrat, als ein trockenes Pulver zurück bleibt.

Mischt man Hydrat und Wasser, so wird kein War-mcstoff entwickelt, beide bilden daher ein Gemenge, nichtaber eine chemische Zusammensetzung. Die Hitze, welchedemnach beim Löschen des Kalkes frei wird, entstehet ausder chemischen Verbindung von drei Thcilen Kalkerde miteinem Theile Wasser, oder von der Bildung des Hydrats;und jeder Ucberschuß von Wasser, vermindert die Mengedes freien Wärmestoffs, welcher unter diesen Umstandenzum Vorschein kommt.

Ehe man diese Thatsachen zur Bestimmung des Ze-ro benutzen kann, ist es nothwendig, den specifischenWärmcstoff des trockenen Kalkhydrats auszumitteln. Zudiesem Ende löscht man ein bestimmtes Gewicht Kalk miteinem Ucberschuß von Wasser; diesen Ueberschuß treibtman alsdann durch Wärme aus, bis das Hydrat -zschwerer als Kalkerde ist. Man kann hierauf ein abge-wogenes Quantum von diesem Pulver mit einem glei-