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1 (1812)
Entstehung
Seite
57
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Von dem specifischen Wärmestoffe. 5?

ratur der Mischung weit über dem Mittel beider Tem-peraturen seyn.

3. Werden zwei gleiche und ähnliche Gefäße, daseine mit heißem Wasser, daß andere mit gleich heißemQuecksilber angefüllt; so wird letzteres in der halben Zeitals ersteres erkalten.

4- Mischt man ein Maaß Schwefelsäure mit einemMaaß Wasser von derselben Temperatur, so wird die Tem-peratur der Mischung um 2 ^ 0 ° erhöhet werden.

Diese Thatsachcn zeigen zur Genüge, daß unter denKörpern, in Hinsicht ihrer Verwandtschaft zum Wärmc-stoff, eine Verschiedenheit statt finde, und daß diejenigenKörper, welche die nächste Verwandtschaft zum Wärme-stoff haben, unter gleichen Umständen, die größte Mengedesselben enthalten; oder mit andern Worten, die größteKapacität für den Wärmcsioff, oder die meistespecifische Wärme besitzen. Man hat ferner gefunden,daß mit der Veränderung des Aggregat-Zustandes, der-selbe Körper, in Hinsicht seiner Kapacität für den Wär-mestoff, eine Veränderung erleide, oder daß seine Ver-wandtschaft mit demselben, anders ausfalle. Dieses rührtaller Wahrscheinlichkeit nach, von einer neuen Anordnungoder Lage seiner kleinsten Theilchen her, wodurch eine Ab»änderung in der sie umgebenden Atmosphäre der Wär-me hervorgcbracht wird- So nimmt die Kapacität ei-nes festen Körpers für die Warme zu, wenn er in einentropfbarflüßigen Zustand übergehet, wenn gleich sein Vo-lumen vermindert wird, welches z. B. bei dem Eis derFall ist; und ein tropfbarflüßiger Körper, wie z. B- Was-ser, erhält eine größere Kapacität für den Wärmestoff,