Druckschrift 
1 (1812)
Entstehung
Seite
30
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Von der Ausdehnung.

an der Röhre mit einer Flüssigkeit angefüllt; so leuchteteinem jeden ein, (vorausgesetzt, daß das Gefäß und dieFlüßigkeit genau dieselbe Ausdehnung besitzen, oder beiderselben Zunahme der Temperatur eine gleiche Vergröße-rung des Volumens erfahren) daß welche Veränderungder Temperatur auch statt finden möge, sich die Flüßig-keit bei demselben Zeichen erhalten werde.

2. Die Annahme werde dahin abgeändert, daß(vorausgesetzt, daß bei Veränderungen der Temperaturdie Ausdehnung bei beiden Substanzen gleichförmig er-folge) sich die Flüßigkeit in einem größeren Verhältnisseals das Gefäß ausdchnc: in diesem Falle ist cs klar,daß bei Erhöhung der Temperatur, die Flüßigkeit gleich-förmig um eine Größe steigen werde, welche der Diffe-renz der absoluten Ausdehnung gleich ist.

3. Die Voraussetzung sey wie im vorigen Satze,nur mit dem Unterschiede, daß sich die Flüßigkeit in ei.nem kleineren Verhältniße als das Gefäß ausdehne; dieFlüßigkeit wird unter diesen Umständen bei einer Zunah-me der Temperatur, und zwar gleichförmig, sinken. DieGröße um welche sie sinkt, wird dem Unterschiede derabsoluten Ausdehnungen gleich seyn.

4 . Man lasse die Voraussetzung wie im Vorher-gehenden, nur soll gegenwärtig das Gefäß sich gleichför-mig, die Flüßigkeit aber mit gleichförmig beschleunigterGeschwindigkeit (von dem Punkte der Röhre an welchemdie Flüßigkeit ursprünglich sich befand, gerechnet) sichausdehnen. In diesem Falle wird, wenn die Wärmegleichförmig zugeführt wird, die Flüßigkeit mit gleichför-mig verminderter Bewegung bis auf einen gewissen Punkt