XXVIII
Einleitung.
in den Lehrkörper, Leipziger Docenten aus Preussen kamen vorüber-gehend nach Greifswald, wiederholt bekleideten hier auch Preussendas Rektorat.
An den in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gegründetensüddeutschen Universitäten Basel (1460), Mainz (1472), Ingolstadt (1473),Tübingen (1477), Freiburg (1465) sind Preussen entweder gar nichtoder nur ganz vereinzelt gewesen, in Ingolstadt vier, in Tübingen dreiin Basel zwei. In dem 1428 gestifteten Löwen war von 1497 bis 1515ein Konitzer, Lucas Walteri, Professor der Theologie.
In Wittenberg, der Stiftung Kurfürst Friedrichs des Weisenvon 1502, haben bis 1525 95 Preussen studiert, von denen 32 einenakademischen Grad erlangten und zwei Danziger in den Lehrkörpereintraten.
Alle diese Universitäten, von Heidelberg (1386) bis Wittenberg(1502) zerfielen nicht in Nationen. Erst in dem 1506 gegründetenFrankfurt an der Oder findet sich nach dem Muster von Leipzigwieder die Gliederung in Nationen und hier bildeten die Preussen eineeigene Körperschaft, die Natio Prutenorum, zu der auch Polen undSkandinavier gehörten. Der Zudrang zu dieser nahe gelegenen Hoch-schule aus Preussen war in den Jahren 1506 bis 1525 ein sehr be-deutender, die Rektorenmatrikel verzeichnet fast 300 preuss. Studenten.Die Dekanatsbücher liegen leider noch nicht vor: im Winter 3512/13ist der Elbinger Achatius Freundt Rektor.
Stellen wir endlich die Frequenz der Preussen noch einmal zu-sammen, so erhalten wir die folgende Uebersicht:
1. Leipzig .
. 1213
Uebertrag .
. .3581
2. Krakau .
. 962
8. Bologna.
. 109
3. Wien .
. 431
9. Wittenberg .
95
4. Prag
. 299
10. Greifswald
79
5. Frankfurt
. 296
11. Erfurt .
78
6. Rostock .
221
12. Heidelberg
26
7. Köln
. 159
13. Einzelne
60
Zu übertragen .
. 3581
Summa:
. 4028
Am Schlüsse dieser Einleitung ist es mir eine angenehme Pflichtden zahlreichen Bibliotlieks- und Universitätsarchivsvorständen, die michdurch Auskunft oder Gestattung der Benutzung von Handschriftenunterstützt haben, meinen Dank auch an dieser Stelle zu sagen, inerster Linie Herrn Regierungsrat Dr. Hartl, erstem Custos der k. k.Hofbibliothek und Herrn Sectionsrat Dr. Schrauf in Wien, deren Güteich die umfangreichen Auszüge aus der Wiener Matrikel verdanke.Aus Köln unterstützte mich Herr Archivar Dr. Keussen noch vor