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2 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 1 (1809) A - F
Entstehung
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tern, fruchtbaren, und von Hütten und Wohnungenübersäeten Thalgrunde, und ist das gröfste, schönsteund reichste Dorf in den Alpcnthälern des K. Bern.

Merkwürdigkeiten. Hier sehr grofses schön-gestaltetes Rindvieh von mannigfaltigen Farben. Nahepabey liegt auf einem runden Hügel das Schlofs imTellen öder Tellenberg , ehinaliger Sitz eines Landvogts.Zwischen dem Dorf und dem Schlosse fliefst die Eng-st ein aus dem Adelboden- Thal der Ränder zu.— Alsdie Edeln von Thurn*) im XIV. Jahrhundert die Land-schaft Frutingen an die Stadt Bern verkauften, soschwuren die Frutinger, 7 Jahre lang kein Rindfleisch

zu essen, um sich und ihre Nachkommen von derSteuer, womit sie belegt wurden, frey zu kaufen.

Der Held Scharnachthai. Zwischen Frutingenund Miillinen öffnen sich östlich das Scharnach-Thal unddas /Ci'e/z—Thal, aus welchem sich der mächtige gletscher-reiche Felsen, Frau (Blämli.s- Alp) erhebt, dessen wun-derbare Gestalt man von Bern aus sehr gut sehen kann.Bey dem erstem stehen noch Ueberreste eines Schlos-ses des berühmten Schultheifsen von Scharnachthai ,welcher im J. 1476. das Haupttreffen der Schweitzer

*) Anton von Thurn zu Gesteinburg, der nämliche, welcherden wallischen Bischof Witschard von Tavelli, seinenalten Oheim, im J. t 3 ; 5 . vom Schlosse Seyon oberhalbSitten herabstürzen liefs (S, Sitten), und Erzfeind derBerner, mufste wegen Zerrüttung seines Vermögens imJ. 1400. das Thal Frutingen, auf dessen Tellenburg erwohnte, an Bern verkaufen.