Fischen-Thal. 543
Sektirer als eifrige Proselitenmacher und ausgelasseneSchwärmer, verbreiteten sich über die ganze Schweitz,und gaben zu mancherley Unruhen Anlafs, so dafssie inj XVII. und zuletzt im Anfang des XVIII.Jahrhundert , in allen reformirten Kantonen sehrstreng behandelt und sogar vertrieben wurden. Demohngeachtet hat sich diese Sekte erhalten , und lebt inden Allmanns -Thälern und Bergen unter dem NamenSeparatisten friedlich. — In dem Turben - Thal liegendi« Schlösser Alt — Hohen - und Breiten - Landen -berg , der Stammsitz der am Ende des XVIII. Jahrhun-derts in Zürich erloschncn Familie -von Landenberg ,welche über tausend Jahre geblühet hat, und deren _Name in der Geschichte der Schweitz so oft erscheint.
Wege. Diese Thäler liegen ausserhalb dem Laufder Landstrafsen, und sie werden deswegen gar nichtbesucht. In dem Dorfe Bauma ist ein gutes Wirths-haus. Wer von Zürich den kürzesten Weg nachToggenburg und Appenzell nehmen will, mufs überDübendorf , Ifefßkon , Unter - Hegnau und Dürst-ler- Berg in die Allmanns -Berge nach Bauma , undvon hier über die Hulftegg und das Hornli nach
L;i ml Wirtin- auszeichnen, stammen alle aus der Schweitzvon den im XVII. Jahrhundert dort Vertriebncn. Petervon Bruys , Abt von Clu(.ny, begann seine Lehren imJ. 1104. I/anrich , sein Schiller, lehrte sthon imJ. 1116. in den romanischen Landschaften der Schweitz.
S. Conrad P'üfsly Geschichte der TValdenser. Th. I.
S. n« 4 . J und Juh. Müllers Schweiz. Geschichte. Th. 1 \ .Kajit. 4.