Ferrex-Thae. 533
hält in ioo Pf. 40 Pf. Eisen, welches an Zähigkeit,Dehnbarkeit und Geschmeidigkeit alle andere Eisenarten,welche in dem K. Bündten eingeführt werden, über-trifft. Der Reichthum des Erzes ist so grofs, dafs beygehöriger Betreibung jährlich einige tausend Centnergewonnen werden könnten. Im J. 1682. war das Berg-werk schon im Gange und wurde bis 1692. von Chu-rern betrieben ; die Schmelzhütte stand bey Vorder-Ferrera, und von da bis zu den Gruben 2 St. ImJ. 173°- wurde es wieder begonnen, und das Erz inder zu Sils im Domleschgerthal erbauten Schmelzhüttemit anderm im Oberhalbstein - Thal gewonnenen Eisen-erz geschmolzen (S. Conters doch kam cs 1746.wieder zum Stillstand. Von neuem wurde es von1777-1786. betrieben, mufste aber wegen höchst un-zweckmäfsiger Betieibung in Stecken gerathcn. ImJ. 1805. hat die Landschaft Schams diese reichen Erz-gruben auf 24 Jahre an Hru. Venini aus I.ecco amComersee verpachtet, und 1807. fieng man schon an,zu schmelzen. — Es bricht auch silberhaltiger Blcj-gtanz im Ferrerathal. Von dem Bergbau darauf hatman keine sichre Spuren. Die Vertemati aus Plurssollen diese Erze bis 1618. ausgebeutet haben. DieSilberschmelze stand der Eisenschmelzhütte auf der an-dern Seite des Averserbachs gegenüber. Die Eisenerzewerden des Winters nach Art der Tyroler und Kärnth-ner in Säkcn über den Schnee herabgefahren.
F er R ex-TH al, (Ferret-ThalJ in UnteT-Wallis,öffnet sich dicht vor Orsieres im AntremOnt - Thal,