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2 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 1 (1809) A - F
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Etivaz - Th al. 517

nung, und drangen fn die Stadt. Die Besatzung von300 Mann, alle Bürger, kaum zwanzig ausgenommen,fielen durchs Schwerdt des Siegers. Viele Weiber undKinder stürzten sich aus Angst in den See; andere, diein zu grofser Menge auf Schilfe geflohen waren, ertran-ken. Menschlichkeit, Kriegszucht, Altäre , selbst Geldvermochte nichts über den Grimm des Soldaten. Derlange erworbne Reichthum, alle Waarenlager , alleKostbarkeiten wurden weggeführt, und die Burg ausge-brannt. Seitdem hat sich Estavaye nie wieder zu seinemvorigen Zustand erhoben.

Etivaz-Thal, im Saanen - Lande, ein engeshohes alpenreichcs Thal, von der Turneresse durchflos-ten , die sich in der Nähe von Chateau d'Oex in dieSaane ergiefst. Wenn man von diesem Dorfe nachAigle reist, so führt der Weg längs der Tourncresseaufwärts , und man lafst dann den Eingang ins Etivaz-Thal links liegen. Elivaz ist der Hauptort darin; esist wenig bekannt. Die Schwefelbäder von Etivaz sinddes Sommers von dem Landvolke besucht.

Pflanzen.

üraba ciliaris, nirgends als hier auf dem Paray undTheo me ley. Mentha gentilis. Cerinthe minor. Vale-riana Phu. Auf dem Mont Seron-. Scandix odorata.Draba hirta. Achillea macroyhylla , atrata , nana. Carexfrigida. Artemisia mulellina. Anemone vernalis u. s. w.

G e o gno s tisch e Beschaffenheit. Das Gyps-gebilde der Landschaft Aigle und Bex streicht durchdieses Thal nach NO. weiter; eine Schwefelquelle ent-