Erlach. 513
Borgne io dem östlichen Thal, entquellen den Glet-schern , und sollen ununterbrochne Wasserfälle bilden.Dieses Alpenthal, besonders der östliche Arm, ist sehrbevölkert, und soll wegen mannigfaltiger Aussichten,herrlicher Gebirge, seiner grofsen Gletscher, seinesschönen Viehes, und der Einfachheit und Gastfreund-schaft des Hirtenvolkes, sehr merkwürdig seyn; wirdgar nicht besucht, unnd deswegen ist es fast unbekannt.
Geognostische Beschaffenheit. Man weifsnichts weiter, als dafs, da das Thal in den Uralpenliegt, dessen Felsen aus Urgebirge bestehen müssen. Indem Armenzi - Thal befindet sich ein Amphitheater vonseltsamen Thonerde - Pyramiden , und Urgypsschiclitenstreichen durch dasselbe, eine Fortsetzung des Gypsesim Orsieres- und Enttemontthal. Bey Cambiolaz , amUfer der Armenzi , ist eine Salzquelle, Flojsbrunngenannt, aus welcher, wie behauptet wird, im J. 1544.Sals; gekocht worden ist. In den Gebirgen des Thalssollen Granaten, Amethyste, blaue Krystalle , Topfstein,und in fast unzugänglichen Felsen Kobalt-Erze brechen.
Erlach (Cerlier ), im Kant. Bern. Wirths-haus : Bär.
Geschichte. Die Burg Erlach auf dem Jolimontist vom Graf Burkard *) in der ersten Hälfte des XI.Jahrhunderts, und das in der Nahe liegende KlosterSt. Johann von seinem Bruder Cuno im J. 1090. gestif-tet worden. Dieses gräfliche Haus verwaltete die Vog-
*) Sühn Ulrich I. , Graf von Neucjiatel, and Enkel des
Graf Cuuo in Gechlland.
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