erstem ergeben mufste, seit welcher Zeit es stetseinen Tlieil der den Kantonen unterthänigen VogteyThurgau ausmachte, und seit 1798- eine der Städtedes Kantons Thurgau ist. Die katholischen und refor-mirten Glaubensgenossen benutzen gemeinschaftlich eineund dieselbe Kirche seit Jahrhunderten; eine Thatsaclie',welche in dem K. Thurgau häufig statt findet, und zumRuhm der Einwohner von Thurgau wohl verdient bemerktzu werden; denn dieser humane Sinn bringt ihnenmehr Ehre , als die so hoch gepriesne Kultur manchenandern Völkern.
Disektis ( Benediktiner- Abtey ) in dem Vorder-Rhein- Thal oder Surselva -Thal im K. Graubündten ,am Zusammenflufs des Vorder- und Mittel-Rheins, undam Bache Magriel.
Geschichte. Der Name stammt vom RhätischenDesiert (Einöde}; auch wird Ort und Kloster im Rhä-tischen Muster, Monster (von Monasterium) genannt.Siegebert , ein schottländischer Benediktiner - Mönchaus dem irrländischen Kloster Benclior, Schüler desColumbanus von Bobia und Mitschüler von Gallus (S.St. Gallen) , nachdem die beyden letztem von denGötzendienern zu Tuggen am Zürichsee, und zu Bre-genz vertrieben worden waren, trennte sich von ihnen ,und zog im J. 614. ins Gebirg in eine Höhle der wil-den Gegend von Disentis , und lehrte den Rhätiernden christlichen Glauben. Placidus Toparcha aus Tronsschenkte Siegebert Güter im J. 614. zur Gründung desBenediktiner - Klosters, in welchem Toparcha Mönch