zog sich seitwärts bergan nach dem Dorfe Dalpe , undvon da steil nach Faido herab; der andre schlängeltesich bis an die Hälfte des Platifer hinauf, und zog sichnach dem Tessin hinter seinen Schlund herab. Diejetzige Strafse durch den Schlund selbst hat viel geko-stet, und deswegen mufs selbst jeder Fufsgänger hieral Dazio einen kleinen Zoll entrichten. Das Thor ander Biücke verschliefst das Ober-Liviner-Thal gänz-lich. Von Dazio nach Faido i ^ St. Am Ende desSchlun !es betritt man das Mittel-Livinen -Thal, wel-ches sich bey Giornico endet. ( S. Faido ).
Geognost. Thatsachen. Der kolossalische Pio-tino vtrschlofs einst das Ober - Livinen - Thal; unddamals wogte hier ein langer See. Dieser ungeheureDamm von Gneifs wurde endlich in der Breite einesGebirgsstroms durchrissen ; die Wässer stürmten indas Mittel - Livinen \ und das Ober - Livinen - Thalerschien. Seitdem donnert unaufhörlich der Tessindurch diesen ^ St. langen Rifs wüthend hinab. DerPiotino besteht aus kleinkörnigem Gneifs; der Glimmerist meistentheils silberweis, das übrige scheint ganz ausFeldspath zu bestehen. Die Schichten senken sich nachSW. unter einem Winkel von 30-35 0 . Hinter Daziozeigen sich gebogne Schichten von folgender Gestalt § ;an andern Stellen sieht man, in der Mitte von unge-bognen Schichten, Zigzags.
Grofse Schichten von Sapare, Dolomitenund Tremoliten. ln der Nähe von Dazio findensich Cyanit oder Sapare, Dolomiten und Tremoliten,