Druckschrift 
2 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 1 (1809) A - F
Entstehung
Seite
442
Einzelbild herunterladen
 

Silberberg bricht der Bleyglanz in dem dort streichen-den schwarzen Kalkstein, der am nordwestlichen Ab-hang in einer Höhe von 1400 F. zu Tage geht, durchSchwachen und Tiefzüglitobel fortsetzt und sich imTiefentobel bis 500 F. über das Landwasser herabsenkt.Dieses Lager ist an der nordöstlichen Seite des Tiefen-tobels von unregehnäfsigen Gängen und TrümmernBleyglanz in mannigfaltigen Abänderungen durchzogen;alle diese Gänge haben gleiche Richtung und Senkungs-linie wie das Kalksteinlager selbst, entfernen sich da-her nie weit in die benachbarten Schichten, und wer-den bisweilen 6 Zoll stark. Der Bleyglanz ist häufigmit gelber Blende , und hie und da auch mit Gallmeygemengt. Da, wo das Tiefentobel dieses Lager durch-sclxneidet, sieht man eine Grube, und am steilen Ab-hange des Silberbergs gegen das Tiefentobel sind meh-rere ausgedehnte Gruben, in denen eine grofse MengeErze liegen; sie wurden also nicht aus Mangel daranverlassen. Ueber das Bergwerk ob Parpan S. diesenArtikel. Spuren eines ausgedehnten Bergbaues aufBleyerz und Eisen finden sich ob Schmitten und Alve-neit ebenfalls im Kalksteinlager ; es scheint von derMitte des XVII. Jahrhunderts bis in den Anfang desXVIII. Jahrhunderts im Gang gewesen zu seyn.Zwischen Schmitten und Wiesen sieht man ob derStrafse eine verlafsne Grube, in welcher Kupferlasurund Kupfergrün bricht. Im Sertigerthal brechenEisenstein , Bleyglanz und Kupferkies ; auf beydenSeiten des Thaies sieht man Gruben, und 1762. stan-