niedriger. Der Schnee bleibt vom November bis in denAprill liegen, und ist oft 4—12 F. hoch; seihst imSommer wird zuweilen die Landschaft auf kurze Zeitmit Schnee bedeckt. Ohnerachtet dieser hohen Lagewüthete hier die Pest in dem J. t 585 . und 1629. sehrheftig. — In dem Sertigerthale eine schwefelhaltigeQuelle , welche ehedem in einem Badhause benutztwurde, das aber im J. 1762. eine Ueberschwemrnungwegrifs, und im Hintergründe eine säuerlichschmeckendeund laxierende Quelle , nur seit wenigen Jahren entdeckt.
Einwohner. Das im XIII. Jahrhundert zum er-stenmal von wenigen Haushaltungen bewohnte Davoser**Hochland ernährt jetzt ein wohlhabendes Alpenvolk vonbeynahe 2000 Menschen, und 6200 Stück grofses undkleines Vieh. Es wird sehr wenig Getreide gebaut,und Viehzucht ist Haupterwerb. Es giebt hier keinegemeinschaftliche Sennereyen ; jede Haushaltung hatihre eigne Sennhütte, die fast so gut wie das Wohn-haus ist, und nicht weit von den Dörfern entfernt; da-her stehen sehr viele Sennhütten auf den Alpen. DieSennerey wird meistens von ledigen Frauen besorgt.Das Volk von Davos ist sehr kräftig, grofs, und auf-geweckt. Johannes Guter und Fortunat Sprecher ,trelliche Geschichtschreiber, waren aus diesem Hoch-lande. In den letzten 3. Jahrhunderten zeichneten sichviele Davoser als Generale, Obersten, Staatsbeamteund Geistliche aus, und mehr als ein Duzend wurdenwegen ihrer ausgezeichneten Kriegsdienste von fremdenKönigen in Adelstand erhoben. Seit einiger Zeit ah-