Chamouny ■ Thal.
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genehmer Weg im ebnen Thale. Ein schöner Lerchen-wald verhindert alle Aussicht; desto überraschender derAnblick des Gletschers; der wie vom Himmel herab intausend Pyramiden zerbrochen über eine Granitwandam Fufse des kegelförmigen Dru, und zwischen Wäl-dern des Montenvert und Bochard herabsteigt. DasGanze bildet ein Naturschauspiel der bewundernswür-digsten Art. Allerdings aber ist ein heller Himmel da-zu erforderlich. Bey Wolkenzügen mit vielem Winde,wo der riesenmkfsige Dru bald verschwindet, und baldwieder zum Thcil oder ganz erscheint , oder wannleichte durchsichtige Nebel um ihn spielen, geniefstder erstaunte Beobachter ganz neue und sonderbareAnsichten, Vom Rande des Waldes steigt man nunüber einen ioo F. hohen Hügel von Granitblöcken undSand; und auf einmal erblickt man das Ende des Glet-schers und das prächtige Eisgewölbe, aus welchem dergoldführende Arveiron schäumend hervorstürzt undzwischen zahllosen Steinen und Eisstücken forteilt.Dieses Eisgewölbe verändert sich stets durch herabfrfl-lende Stücke; im Winter sieht man gar keins; es eur-
es 100-150 F. hoch , und verhältnifsmäfsig breit. Mannähere sich nicht zu sehr diesem Gewölbe, weil be-
oder Eisstückc herabfallen. Dieser Gletscher, der sei-nen Namen von einem kleinen Dörfchen des Bois *)
*) In diesem Dörfchen wurden 1780. »wer Kinder geboren,
steht im Frühlinge nach und nach durch das Anschwel-ötttä 11 len und heftige Strömen des Arveiron; bisweilen ist
( jji» ständig grofse Steine von der Oberfläche des Gletschers,