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2 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 1 (1809) A - F
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161
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Avenche.

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unj das westliche Ende des Mistelacherberges längs demNeuchateiersee , über den Sumpf nach Anet (wo mannoch Ueberbleibsel sieht, und das vom Volk Heiderreggenannt wird), nach Biel und Augusta ( S. Augst).Westwärts gieng eine römische Strafse nach Ebrodu-num (Yverdun), und südwärts über Minidunum (Mou-don) nach Vevay und über den Grofsen Bernhard nachItalien. Der Murtensee bespülte die Mauern desrömischen Aventicum, in denen man noch Ringe znrBefestigung der Schiffe in den neuesten Zeiten gesehenhat; jetzt ist der Anfang des Sees Stunde davonentfernt. In dem Dorfe Villars aux moines (Mün-chenweiler ), bey Murten , sieht man viele Ueberresterömischer Gebäude an den Bauernhäusern, am Schlosse,und in diesem auch sechs römische Inschriften. DerInhalt derselben läfst vermuthen, dafs hier ein Tem-pel der Göttin Aventia gestanden habe; aber wahr-scheinlicher sind alle diese Trümmer aus dem zerstör-ten Aventicum zu Errichtung des Schlosses und andrerHäuser hieher geführt worden. *)

Von der Höhe bey Avenche hat man eine hübscheAussicht auf den Murtensee und das Thal, welches dieBroye durchfliefst.

*) Ueber die Alterthümer von Aventicum sehe man BocbatMemoires critiques etc, T. II. p, 494. und 444. ; Sfionhist, de Geneve T. IV. p. 79.; tVild Apologie pourla ville dAvenclie. 1710.; Schmidt de Bossen antiquitesdl Avenche ; Memoire abrege et recueil de quelques An-tiquites de la Suisse , p. Mr. Bitter. Berne 1788t mit8 Kupfern, betrifft fast ausschliefsend Avenche.

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