Ä.VENCHE.
iSo
zu durchbohren) entdeckt, 20 F. lang und 15y* pbreit; in der Mitte war ein Medusenkopf, in den EckenThiere. Hier fand Hr. Ritter, 4 F. unter der Mosaik,Ueherreste von Mauern und bemalten Zimmerwänden.—In dem Felde Conches dessöus wurde 1785. ein alterKeiler mit 20 grofsen Krügen gefunden, wovon jeder70 % pariser Pinten hielt; auf dem Henkel des einenstand Giab , auf dem Henkel eines andern Cnrsi. ImAnfänge des XVIII. Jahrhunderts fand man einen bronz-nen Fechter im Kampfe mit einen Löwen, 9 Z. hoch*Mehrere Inschriften sind ausgegraben j aber wiederverloren gegangen; ihr Inhalt ist jedoch durch Aufzeich-nung gerettet. Unter andern folgende rührende Grab-schrift : Hier bin ich , Julia Alpinula , begraben ,
eines unglücklichen Vaters unglückliche Tochter ,Priesterin der Göttin Aventia. Vergeblich habe ichum das Leben meines Vaters gefleht. Sein traurigerTod tvar ihm vom Schicksal bestimmt. Ich habe23 Jahre gelebt. Der Vater dieser Julia , Julius Alpi-nus , einer der Vorsteher von Avencliej und der Hel-vetier, wurde von dem wilden Aulus Caecinna (Anfüh-rer der XXI. Legion, rapax genannt), nachdem er dieHelvetier, welche den von ihm und Valens ernanntenVitellius nach der Ermordung des Galba nicht als Kai-ser anerkennen wollten, geschlagen (S. Brak) undAventicum eingenommen hatte, olineracbtet alles Fle-hens seiner Tochter, getödtet (im J. 69.); man seheüber diese Begebenheiten den Tacitus. — Die römischeStrafte giepg von Avenche nordwärts nach Salavaux,