der Gnypenspilz. Von hier liefen zwey steile und senk-rechte Felswände herab, welche aus Nagelflueschichten,auf Thon und mergelartigen Sandstein gelagert, bestan-den. Diese Thon - und Sandsteinlager wurden durcheingedrungnes Regen- und Schneewasser seit langen Zei-ten in ihrer Bindung zerstört; die Auflösung derselbenerhielt durch die unaufhörlichen Regengüsse des ver-flofsnen Sommers und der ersten Septembertage denhöchsten Grad; und als diese Unterlage zu weichen be-gann , so mufsten die darauf ruhenden Nagelflueschich-ten , welche hin und wieder schon breite Spalte hattenund unter einen Winkel von 25 Grad nach S. senkten,vollends brechen und herabstürzen. Es ist daher keinBergfall oder Felsensturz, sondern ein ungeheurer Erd-schlipf oder Stein- und Erdtauine zu nennen. An deröstlichen Grenze geschah der Schichtenbruch senkrecht,vielleicht durch einen breiten und senkrechten Kalk-spatgang bewirkt, daher man auch jetzt hier eine senk-rechte Wand sieht. An der westlichen Grenze Verliertsich der Bruch allmälig. Oberhalb dem Grate des Gnj -penspitz findet man zwischen den SandsteinschichtenSteinkohlen , aber nur Nesterweise von Fufslängej^ und5-4 Zoll Dike; nur an einem Ort, nämlich an denSteinbergfelsen , wohin der Zugang sehr gefährlich ist,giebt es eine kaum einen Zoll mächtige Schicht staubi-ger Steinkohlen.
Assa-Thal (Val d’Assa), im Unter - Engadin,K. Bündten, wegen einer periodischfliefsenden Quellemerkwürdig. (S. Remiis').