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2 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 1 (1809) A - F
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124 Appenzell.

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oder das Hochgebirge ist das nordöstlichste Ende derschwcitzerischen Kalkalpen, -welche sich vom Wallen -städtersee an zwischen Toggenbürg nördlich, und Sar-gans, TVerdenberg , Sax und Rheinthal süd- und Süd-östlich nach Appenzell hinziehen. Die Appenzeller Kalk-alpen , in drey von O. nach W> laufenden Ketten ge-schieden, welche im vorigen Artikel benannt wordensind, ummauern den K. Appenzell in S. und SW., undzeigen von allen Seiten abgerifsne und steile Wände.Es herrscht in diesen Kalkfelsen überhaupt eine ausser-ordentliche Zerstöhrung und Zertrümmerung, Es istmir bisher keine bestimmte Messung seiner höchstenHörner bekannt geworden; da aber der Schnee an meh-rern Orten des Sommers nie schmilzt, und zwischenden Geirenspitz , Säntis und 'Wagenluke Gletscher lie-gen, so mufs dessen Höhe mehr als 7,800 F. übers Meerbetragen *). Das ganze Gebirg besteht aus grauem ,dichtem und schuppigtem Kalkstein , mit etwas Thon,Kieselerde und Eisensteinnieren gemengt, dessen Schich-ten von O. nach W. streichen und sich nach S. sen-ken. Auf den Höhen des Säntis findet man Versteine-rungen, z. B. Ammonshörner, Telliniten, Chamiten,Trocliiten, Ostraciten u. a. m. Auch finden sich indiesem Gebirge sehr viele Höhlen, in denen das vonoben herabsinternde Wasser schöne Tropfsteine bildet.Ausser den Höhlen bey dem Wild - Kirchlein , dem

't) Nach Hrn. Meyers im J. 1801. bekannt gemachten Mes-sungen, soll der Säntis 7,670 F, übers Meer seyn.

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