Kirche St. Maurize, vor der Stadt Murten, ist einerömische Inschrift. Zu Münchweiler sieht man an denMauern des Schlosses und der Bauernhäuser Reste rö-mischer Gebäude, und in dem Schlosse 6 Inschriften, de-'rcn Inhalt vermuthen läfst, dafs hier ein Tempel der Göt-tin Aventia gestanden habe, und Vi/lars eine Vorstadtvon Aventicum gewesen sey. (S. Avenche ). — Aufden Anhöhen über Münchweiler steht eine durch ihreGröfse merkwürdige Linde ; sie hält 36 F. im Umfange,ist 90 F. hoch, und ihre Rinde wurde im J. 1550.ganz abgeschält. Hier ist eine herrliche Aussicht aufden Murten- Neuchat der - und Bieter -See, und aufdie Schneegebirge. — Bev Münchweiler finden sichversteinerte Hayfisohzahne und Tercbratuliten. — Her-renschwand , berühmter Arzt in der Mitte des XVIII.Jahrhunderts, war aus Murten.
Geschichte. In den Akten einer im J. 516. zuEpone in Wallis gehaltenen Kirchenversammlung heifstMurten: Curtis Murattum , ! n den Kroniken des
XI. Jahrhunderts Castrum und Castellum Murtena.Der Kaiser Conrad lagerte (1034.) auf seinem Zugegegen den Graf Odo von Champagne , der das Bur-gundische Reich als Erbe ansprach, mitten im Wintermit Heeresmacht vor die Burg Murten und den Thurmvon Nenchatel. Beyde Plätze hielten sich *), und derKaiser gieng nach Payerne, wo ihn die burgundischen
*) Nach dem Abzug des Kaisers nahm Markgraf Bonifazdurch Ueberraschung die Burg Murten , lief« allen Ein-wohnern derselben Nasen und Ohren abschneiden und