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3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
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4oy Luzern.

Hier eine herrliche Aussicht. Spatzierfahrten auf demSee Ins nach der Insel Altstadt , wo man den prächti-gen See von Küjsnacht bis in den Alpnacher - Busenüberschaut; an das südwestliche Ufer, bis zu dem ro-mantisch maleiischen Ort, im Klausen genannt; nachder melankolischcn Bucht von Alpnach , reich an er-habnen aber ernsten Ansichten, besonders des Morgensoder Abends. Alan kann dahin von Luzern aus rudern,oder man spatziert dem Pilatus zur Seite durch Horwnach Winkel i St., wo man Kahne findet, und ini 1 ]q St. nach Alpnach schifft. Von Winkel führt auchein Fufsweg über die Renk^ auf dessen Hohe schöneAussicht, nach Alpnach *). Wenn man sich zu Win-kel einschifft und aus dieser Seebucht herauskömmt, sozeigt sich östlich am jenseitigen Ufer am Fuls des Bür-genstocks das kleine Dörfchen Kirsiten (am Bürgen einAlaybrunn, der täglich periodisch fliefst und aufhört);

*) Auf diesem Wege flohen die 4000 Oesterrcichtr aus Vn*terwalden ,welche unter Graf von Strasbergs Führungim J. i3i 5 zu derselben Zeit eingedruugen waren, alsHerzog Leopold mit seinem Heer, von Zug aus, aufSchwytz losiüchte und bey Morgarten geschlagen ward.Auch begann hier der Bürgerkrieg im Herbst ig02.,welcher die Veränderung der seit 1798. bestehenden Ein-lieits-Vci fassung der Schweitz zur Folge hatte. Die Trup-pen der helvetischen Regierung hielten hier den Pafs derRenke an deu Grenzen Luzerns* gegen die iui AufstandBegriffenen Einwohner Unterwaldens besetzt, währenddie Unterhandlungen fortgesetzt wurden. Die Unterwald -ncr-Mililzen griffen unvermuthet die helvetischen Postenan, tödteten mehrere, und trieben sie aus dem Passe,

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