26g Langnau.
auf einige Alptriften bis zu den Sennhütten in Leiter-wagen fahren, und dort die Sennwirthschaft beobachtenkönnen. Die nächste Alp uf der Schynen ist nur3 St. entfernt; und da werden die befsten Ernmentha-ler- Käse bereitet.
Berühmter U r i n b e s ch a ue r. Zu Langnau lebtein der letzten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts derUrinbeschaucr Michel Schuppach , welcher 15-ao Jahreden ausgebreitetsten Ruf eines Wunderarztes besaCs.Von Paris rollten die glänzendsten Kutschen in diesesAlpenthal zu dem Medecin des Alpes. Reisende allerNationen beratheten ihn. In den Sommermonaten hiel-ten sich bisweilen einige Hunderte reiche Fremde hierauf, die im Hause Schuppachs speisten. Jeden Tagkamen 8°-too Bothen mit Uringläsern. Er hielt sieheinen Dolmetscher, Schreiber und Apotheker. Schup-pack war in seiner Jugend Wundapzt, besafs gesundenVerstand, scharfen Blick und Seelenruhe ; war sehrwohlthätig , gutmüthig, heiter und drollig. Einigereiche Marquisen aus Paris , wovon die eine nach lan-ger Unfruchtbarkeit schwanger aus den Alpen zurück-kehrtc, und die andere durch einen sehr komischen Zu-fall über die Wunderkenntnifs des Schuppachs bestürztund erstaunt, wurden die Posaunen des Alpendpktors,und trugen seinen Ruf weit über die Grenzen seinesThals. Schuppach st. sehr alt zwischen den J. i 78 °" 9 0,
W r ege. Von Langnau nach Bern .6 St.; nachBurgdorf 4-5 St. Zwey Stunden von Langnau trittman ins Entlebucher-'lhuX (S. Entlebuch). Es giebt