demnach schon Quito von La Condamine wahrscheinlichum neun und achtzig Meter (46 Toisen) zu niedrig angege-ben; welche andere Modificationen mufs nicht die Messungdes Chimborazo durch die Referirung eines Signals auf dasandere, und durch die Annahme einer zu starken Strahlen-brechung erlitten haben ? Denn La Condamine und DonJorge Juan, welche in der Höhe von Caraburu nur umachtzig Meter ( 4 i Toisen), in der von Quito um hundertund zehn Meter (57 Toisen) von einander abweichen, ent-fernen sich in der Höhe des Chimborazo um drey hundertund zehn Meter (160 Toisen), das heifsl, um ein Einund-zwanzigstel des Ganzen 1 von einander, ungeachtet beydeAstronomen gemeinschaftlich und mit Instrumenten von fastgleicher Güte arbeiteten.
Während meines Aufenthalts in der neuen Stadt Rio-bamba habe ich durch eine trigonometrische Messung, dieich in der Bimssteinebene von Tapia angestellt, den höchstenGipfel des Chimborazo, bey der Annahme von einem Vier-zehntel Strahlenbrechung, um drey lausend sechs hundertund vierzig Meter (1867 Toisen) über der Ebene erhaben
1 In den neuesten Messungen von Mechain und Delambre finden sich indefsnoch stärkere Differenzen mit älteren Messungen: Puy-Marie, nach Cassini, neunhundert sechs und fünfzig Toisen; nach Delambre, acht hundert ein und fünfzigToisen : Mont-d’or, nach Cassini, tausend acht und vierzig Toisen; nach Delamhre,neun hundert acht und sechzig Toisen. Pic du Midi, nach Mechain, tausend vierhundert und siebzig Toisen ; nach Vidal, tausend fünf hundert und sechs Toisen:Montblanc, nach Deluc, zwey tausend drey hundert ein und neunzig Toisen;nach Pictet, zwey tausend vier hundert sechs und zwanzig Toisen; nach Saus-sure, zwey tausend vier hundert und fünfzig Toisen.