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Ideen zu einer Geographie der Pflanzen nebst einem Naturgemälde der Tropenländer, auf Beobachtungen und Messungen gegründet, ...
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ist. Diefes Längenthal, oder vielmehr diese meernahe Ebene,ist von 4 ° So' südlicher Breite an, gegen Quito oder Chin-chasuyu hin, mit einer üppigen kraftvollen Vegetation er-füllt; südlicher als jener Parallelkreis findet man eine öde,traurige Sandwüste. Von den Hügeln von Amotape an bisgegen Coquimbo hin kennen die Einwohner dieser Steppeweder Regen noch Donnerwetter, während dafs jenseitsdieser Hügel, gegen Norden hin, die Wasser viele Monalhehindurch , unter tosenden , elektrischen Explosionen, wol-kenbruchähnlich aus der verfinsterten Luft herabstürzen.

Ich habe das Profd der Andeskette ihren höchsten Gip-fel, den Chimborazo, durchschneiden lassen, welcher unteri° 27' südlicher Breite und o° 19' westlich vom Meridianvon Quito liegt. Die Höhe dieses Kolosses ist dreymal imJahr 1741 durch die französischen und spanischen 1 Astro-nomen , und im Jahr 1802 durch mich selbst gemessenworden. Da diese Messungen halb geodesisch, halb barome-trisch sind; da, je gröfser die Höhenwinkel ausfallen sollen,um so höher die Ebene ist, auf welcher man die Grund-linie zwischen den Standzeichen mifst; und da in dem Calculso beträchtlicher Höhen wahrscheinlich ganz verschiedeneBarometer- und Refractionsformeln befolgt worden sind :so darf man sich nicht wundern, dafs die dem Chimborazobisher zugeschriebenen Höhen so überaus verschieden aus-

1 Auf einer Karte des Deposito hydrografico de Madrid, liest man beymChimborazo die Zahl 7496 varas. Da diese Zahl genau mit Bouguers 3217Toisen zusammentrift: so vermutlie ich fast, dafs Malaspinas Expedition denChimborazo nicht gemessen habe. 1 Toise = 2,3316 varas.