Druckschrift 
1 (1809)
Entstehung
Seite
279
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lloMANscKE Sprache.

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j die man dazu nalirn, ersieht man , dafs man die lateini-sche Buchstaben dazu gewählt habe.

Gelehrte Männer sahen, dafs die lateinischen Scluift-zeichen nicht hinlänglich waren, um die rhätischen Tönevollkommen auszusprechen; daher waren sie seit 178a.auf die Vermehrung der Schriftzeichen bedacht, undihr Bemülin gelang in so weit, dafs wofern man dieächten Töne dieser Schriftzeicheu begriffen hat, man,ohne einen Fehler zu begehen, diese Sprache verstehen,lesen, und schreiben kann.

Man fiel nicht auf diesen Gedanken , um damit zuprangen, oder andere Sprachen dadurch herabzusetzen,sondern damit diese Sprache, welche man redet, schreibtund druckt, von allen Nationen richtig gelesen, geschrie-ben und verstanden , kürzer gedruckt und geschrieben,und die römischen Alterthümer, welche in Deutschland,Helveticn und Rhätien so oft anzutreflen sind, richti-ger können ausgelcgt werden.

In der alten Schreibart dieser Sprache sehrieb man :Sckan , oder; Schon. Der Deutsche liest dieses Wortrecht, der Italiäner aber falsch, weil er : Skon aus-

spricht; der Franzos hingegen stehet an, ob er es so, oderanders aussprechen soll. Man schrieb und druckte inder alten Schreibart : Tschantschar , d. i. reden ; die

neue Schreibart hingegen schreibt dieses Wort; Canctir,und erspart dadurch die Hälfte der Buchstaben.

Wer würde meinen, das alte Turicum könne- ausder rhätischen Sprache ausgelegt werden? Das Wort istaus zweyen Wörtern zusammengesetzt, und bedeutet: