278 XX. Abschnitt.
auch die Beschreibung der Grofsthaten der Pipine,
Karls und andrer Personen.
1 1. Drey verschiedne Sprachlehren, welche das Kloster
Disentis besafs, und wovon eine sehr alt war. Des- ^*
gleichen zwey Wörterbücher, worunter eins im vo- '‘° mr
rigen Jahrhundert von Pater Maurus Catrin roma- ^' e
nisch, deutsch und lateinisch geschrieben war.
12. Mehrere Verkomnisse, Urkunden allerley Inhalts, i®
Handschriften von Ordensgeistliehen über verschiedne oh« <
Gegenstände, unter denen sich auch philosophische lesen,
und naturhistorische Arbeiten, Alpenreisen u. s. w. des Mu
H. P. Placidus a Specha befanden. ;nisjeu
Die meisten dieser Handschriften und mehrere andere «Am
wurden im Kloster Disentis aufbewahrt. Da aber das- uidm
selbe am 6. May 1799. durch die Franzosen gänzlich tauj
eingeäschert ward, so giengen sie sämtlich zu Grunde, vmä
oder wurden entwendet, und bleiben wahrscheinlich für Hd
die Nachwelt verloren. ger
Die erste Buchdrukercy der romanischen Sprache wurde j
zu Banaduz , 3 Stunden oberhalb Chur, im Anfang des Sek/,XVIII. Jahrhunderts angelegt; die zweyte war zu Trons,und wurde später nach Disentis versetzt. An gedruck- ttich ■
ten Werken in rhätischer Sprache fehlt es nicht. Sie Wi£[] ,
bestehen meistens aus Uebersetzungen von Bibeln, Psal-men, Gebetbüchern, Liedern (worunter auch Geliert-sehe und Lavatersche sind ), Katechismen und Staats- ySchriften.
Man sprach und schrieb also in der rhätischcn Sprache
* lili;
schon im grauen Alterthum, und aus den Schriftzeichen,