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2jz XX. Abschnitt.
Conrad i arbeitete eine vollständige rhätisch-romanischeSprachlehre aus, welche aber noch ungedruckt ist. Derwürdige H. Placidus a Spccha, ( Kapitular zu Di-sentis, und Pfarrer im Lugnezerthal) hat auch über die-sen Gegenstand viele Forschungen angestellt, und manchebisher unbekannte Nachrichten waren die Frucht seiner
Bemühungen. Es ist hier der rechte Ort, dasjenige,
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was seine Güte mir in Handschrift mitgetheilt hat, ab-drucken zu lassen; einiges davon ist schon in der Zeit-schrift, Isis, Januarheft, 1805. erschienen.
Nach allen von den römischen Schriftstellern gesam-melten Ueberlieferungen waren die Rhätier ein Volkim Norden Italiens am südlichen Fufs der Alpen, vonden Griechen und Römern Tyrrhener, auch II e-trusker genannt.
Sie redeten die Sprache Italiens, welche ‘alter ist alsRom , trieben Handlung, Künste und Wissenschaften,und nannten sich selbst zu jenen Zeiten Rasennae. Alsdie Gallier (620. Jahr vor der christlichen Zeitrechnung)die Alpen überstiegen, und sich der hetruskischen Län-der bemächtigten, flohen sehr viele alte Einwohnerin die Thäler des heutigen Graubüudten und Tyrols,gründeten das neue Vaterland Rhaetia , und erbaue-ten sich hier ein neues Lavinium , Ardea , Toscana( Lavin, Ardez, Thusis ) u. s. w.
Livius ist der erste unter Roms Schriftstellern, weHeher von der rhätischcn Sprache redet ( S. Liv. L. I ,C. 34.; L. IX, C. 25.; L, I. C, 2. u. s. w. J. Er sagt,dafs die Rhätier zu seiner Zeit ihre alten Sitten derge-
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