Br.HRTnEILDNG DER BriSF.BESCHREIBüNGF.N. 20^
deren Werken rr sie gepflückt und liier zusammengebun-den hat. Hin und ■wieder finden sich Irthiimer , und cs ent-hält nichts Neues; selbst den Schilderungen der Naturschön-heiten fehlt es an Warme und Leben. Was die Knegs-vorfällc aus den Jahren 1799- I800. betrift, so sind diemeisten aus andern Werken z, ß. Meiers, Zscl^kkc’s ent-lehnt, und nur einige Nachrichten sind neu, wie z. B. dieRettung eines französischen Offizieres durch einen Kosakenauf dem Gothard aus dem tiefen Rcufsschlunde. — DieSchilderung der Gemsenjagd ist von II, Girtanner entlehnt.Was nun die 56 . Ansichten betrift, so sind es blofse Nach-bildungen von bekannten Schw eitzer-Landschaften, welchein der Verkleinerung eines Oktavb'attcs sehr verlieren.Allein mauche sind übel gewählt, indem sie nichts Eigen-tümliches an sich tragen , und’ man jeden andern Namendarunter setzen könnte; manche erkennt man durchaus nichtwieder, und der Fehler, dals Häuser, Thürme, Segel inVerhältnils der Gebirge weit zu grofs sind, benimmt denAusickten allen Ausdruck des Grofsen. Der Werth desganzen Werkes ist also gering.
92. Reise durch einen Theil von Deutschland, Helvetienund Ober-Italien im Sommer 1803., in Briefen, II. B.Berlin 1804* mit 3 Kupfern.
Der vierte Brief enthält die Reise von München nachLindau, Bregenz, St. Gallen, Zürich, Bern, in die Gegendvon Genf. Alles, was der V. saV, geschähe im Fluge;er besucht den Ort des Uebergangs der französischen Ar-mee an der Limmat bey Zürich, beschreibt die topogra-phische Lage und rügt die begangenen Fehler des russi'sehen Fcldherrn Korsakof. Der 5 , 6 und 7. Brief berich-tet manches über den damaligen Zustand von Genf, über diemerkwürdigen Personen dieser Stadt, über .Genfs Gegend,über Fcrney und Voltaire. Der 15 und 16. Brief beschrei-ben die Reise durchs Aostathal über den Grofsen Bernhardnach Martinach und enthalten viele Bemerkungen über desKonsul Bonapartc's Zug im J. 1890 mit seiner Armee überdieses Gebirge. Der 17. Brief erzählt die Reise von Mar*tinach nach Genf und giebt Auszüge der Meinung Poly*»