Wo MAN SICH EINES WaOENS BEDIENEN KANN. I27
über Müllinen und Frutingen bis nach Kandersleg ,am Fufs des Gemmi. Wollte eine Dame, die wederdas Fufsgehen noch das Reiten gewohnt ist, oder sichdavor fürchtet , wenigstens eine von den hohem undwildern Felsengegenden sehen, so würde cs hier amBefsten angehen, weil man in Kandersleg Männer genugfindet, welche in einem Tragsessel die Reisenden überdie Gemmi nach den Bädern von Leuch , und von hierhinab nach Siders tragen *). In Siders kann mannieder einen W a ge n miethen, und nach Sitten , Mar-tinaeh, St. Maurice, Bex, Aigle, Villeneuve, Vevayund Lausanne 'fahren. W er also diesem Plane folgenwollte, könnte von Bern seine Kutsche über Freyburg,Bulle, St. Denis, Vevay, Aigle, Martinach, Sitten, nachSiders gehen lassen, wo sie der Reisende trelfen würde,wenn er von der Gemmi kömmt. Von hier könnte er nunnach Brieg, und über den Simploin nach Domo d’Os-sola , von hier durchs Eschenthal nach Fariolo fahren ,wo man sich auf den Langensec einschift, um die Bor-romäischen Inseln zu besuchen. Von Fariolo mufs mandenselben Weg über den Simploin wieder zurückfahren,wenn man nicht nach Italien oder durch Über-Italienund Tjrol nach Deutschland reisen will.
*) Um eine Person zu tragen, sind acht Männer nothwen*dig, welche sich auf dem Wege immer abwechseln. Esist keine Gefahr dabey zu besorgen; denn diese Leute,welche oft dieses Geschäft verrichteu, haben einen sobeben sichern Tritt, dafs derjenige, welcher getragenwird, vollkommen ruhig dabey seyn kann. Die Südseitedes Gemmi , welche nach den Bädern hiuabführt, ist