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1 (1809)
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IX. ÄBSCHNITTi

wer also auch den politisch-bürgerlichen, moralischen,häuslichen und gewerbsfleifsigen Zustand jedes souverai-nen Völkchens der Schweitz genau kennen lernen will,der würde einige Jahre dazu brauchen; denn die Ver-schiedenheiten darinn sind ausserordentlich mannigfach.Die befste Art, diesen Zweck zu erreichen, wäre, sichin dem Hauptort jedes Kantons aufzuhalten , und vonhier nach allen Seiten desselben kleine Reisen zu ma-chen; auf diese Weise allein würde man sich eine voll-ständige Kenntnifs von Allem, was in diesem Laudemerkwürdig ist, verschaffen.

Wer nur auf 2 4 Monate nach der Schweit*kömmt, dem würde ich rathen, seinen Reiseplan nurauf die allermerkwürdigsten Theile einzuschränken , damiter Zeit übrig behält, sich hie und da aufzuhalten, unddie -Einwohner kennen zu lernen, welches doch jedemvernünftigen Reisenden überall wichtig seyn mufs. Ichhabe mich oft gewundert, wie es möglich sey, von derLandstrafse ins Wirthshaus, und aus dem Wirthshauseauf die Landstrafse zu eileu, ohne eine einzige Bekannt-schaft zu machen, .ohne andre Menschen als Fuhrleute,Lohnbediente u. s. w. zu sprechen. Und doch ist dieAnzahl derer, welche auf diese Art reisen , sehr grofs.Ohne Empfehlungsschreiben wird es den Fremden schwer,Bekanntschaften und Eingang in die Gesellschaften zuerhalten. Deswegen ist es nothwendig, sich damit zuversehen ; wenn man nur einige für eine der erstenStädte hat, so kann man sich dann von da Empfehlun-gen für die andern Theile der Schweitz verschaffen.