AG G SB ACH.
Orden: Karlhäuser.
Bistum: Passau (Wien).
Gründungs^eit: (1373) 1380,
Auflösung: ijS'J. 5
Aggsbach ist am linken Ufer der Donau in Niederösterreich(Bezirk Melk) gelegen. Hier begründete der Landmarschall Heide-rieh, Herr von Meissau, im J. i3y3 ein Kloster für Karthäuser, dasvon ihm im J. i38o im Bau vollendet und mit Ländereien beschenktwurde. Der Name des Klosters lautete Porta sanetae Mariac, i°deutsch Unser Frauen Pforte. Die Besiedelung erfolgte von Mauer-bach aus, hinter dem es an landschaftlicher Schönheit, Bedeutungdes Baues und Größe der Einkünfte, ebenso wie hinter Gaming zu-rückstand. Über die reiche Bibliothek des Klosters sind die geschicht-lichen Nachrichten recht spärlich. Von Vermehrungen derselben 15erfahren wir einiges durch Eintragungen in den Handschriften.Besonders Petrus de Pulka 1 ) (Wiener Hofbibl. Cod.goo. 1701.1924.2001. 2012) und der Donat und Priester Peter Reserheim (Hofbibl.Cod. 565. 845. iöjs- 1684) kommen in Betracht. Namen andererSchenker und Schreiber seien hier übergangen. Dazu mag man 20noch einige Nekrolognotizen stellen. Sie sind dem Cod. 606 desStiftes GötUveig entnommen und rühren von Fr. Ambrosius Malisaus Aachen her, der nach einer Angabe im selben Codex (f. 6j R )am 7. August 1703 gestorben sein soll. Diese Auszüge scheinen dem-nach nicht viel älter zu sein als die von Ad. Fuchs in den Necro- 25hgia Germaniae V, S. 333ff. veröffentlichten Stücke. Die Über-schrift der fast zwei Blätter umfassenden Exzerpte lautet: 'Nominaet obitus benefactorum Cartusiae Agspacensis\ Auf Bücherschen-kungen beziehen sich darin folgende Angaben: 10. Mai. Obiit reve-fendus dominus Petrus sacerdos, donatus noster, a quo habemus 3omultos libros. — 28. Aug. Obiit dominus Leupoldus, episcopus Fri-
l ) er starb nach den Necrol. Germ. V, S. ßßS im J. r4rn, ist also nicht identisch"i't dem Wiener Univ.-Prof. Petrus C-ech de Pulka (f 1425).