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1 (1915) Niederösterreich
Entstehung
Seite
472
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\~]2 Wien, Bücher der Universität und dazu gehöriger Stiftungen.

befindliche Hss. kamen im 18. Jahrh. direkt oder indirekt (so Cod. 2052durch Joh. Georg Ferd. v. Managetta im J. 1775 als Geschenk) andie Bibliothek der Augustiner auf der Landstraße; Cod. 2052 warder Artistenfakultät von Iohannes de Linz dargebracht worden.5 Auch das Fragment einer Perg.-Hs. der libri amorum des Celtis(Suppl. 4027) stammt von einem Buche aus der Bibliothek diesesKlosters.

Die oben in den Notizen Tengnagels erscheinende Bibliothecafacultatis dürfte noch ziemlich lange ihre Selbständigkeit behauptet10 haben. Im Codex 1J761 der Wiener Hofbibliothek steht auf demeingeschalteten Blatte 324 folgendes: 'Bibliotheca facultatis philo-sophicae, tametsi in aliuni locum nondum fuerit translata, laboretarnen plurium hebdomadarum impenso, a deputatis d. commissarus,uti conclusum fuit, perlustratis et singillatim inscriptis libris aecurate15 desuper confecto catalogo Optimum in ordinem est redaetd. DerKatalog ist leider verschollen. Die Eigentumsvermerke in die Bücherhaben tatsächlich stattgefunden, auch noch in späterer Zeit. So findetsich im Cod. J41Q der Wiener Hofbibliothek die Eintragung:' Facul-tatis philosophicae Viennae 1686'; auch diese Handschrift war eine von20 denen, die später in das Augustinerkloster auf der Landstraße kamen.Ein Catalogus bibliothecae universitatis noviter confectus inarchivo repositus wird zum 20. Sept. 1740 in Lochers handschrift-lichem Speculum academicum, Tom. 2 cap. 2, p. 755 erwähnt. Biszu dieser Zeit soll man sich mit dem vom Bischof Fabri herrühren-25 den Katalog beholfen haben. Im ./. 1756 beschloß das Professoren-kollegium der Universität, die in sehr ungünstigen und feuchten Räu-men untergebrachte Bibliothek an die kais. Hofbibliothek abzutreten,deren unter Kaiser Karl VI. errichteter Prachtbau seine starke An-ziehungskraft bewährte. Von dem Übergabsverzeichnis der J0J73o Handschriften existieren mehrere Abschriften, z. B. Wiener Hof-bibliothek Cod. 10214, ein Überblick über die Bestände an gedrucktenBüchern bei Übergabe der Sammlung ist nicht mehr zu gewinnen-Die Bibliothek war die Transportkosten von 8 fl. 24 kr. wahrhaftigwert. Eine genaue Beschreibung der Universitätshandschriften wurde35 vom Kustos der Hofbibliothek und Professor der Diplomalik an derUniversität Johann Heyrenbach begonnen (17731779), jedochnicht zu Ende geführt, indem die Beschreibung nur die Nummern155' umfaßt. Weniger eingehend behandelte dann alle Univer-sitätshandschriften der Kustos Joh. Georg v. Schwandner, indem er40 für Nr. 1 551 Heyrenbachs Arbeit auszog und Nr. 552 1018 i' 1kürzerer Form als Heyrenbach neu beschrieb. Noch weiter gekürzterscheint ihr Inhalt in den Tabulae codicum manu scriptoruni > nbibliotheca palatina Vindobonensi asservatorum, Vindobonae 1864f)>