Druckschrift 
1 (1915) Niederösterreich
Entstehung
Seite
467
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Wien, Bücher der Universität und dazu gehöriger Stiftungen. 4Ö7

So Bücher und Büchlein (Acta f. a. III, 242 v ), um 21 Ung. Guldenwurden außer Schriften des Aristoteles eine Anzahl theologischerBücher gekauft (Acta f. a. III, 24^'); Leonhardus de Perching ver-machte eines, zwei wurden von einem Magister gekauft. Im J. 1475wurden durch einen Professor des Collegium ducale,') der nach Rom 5reiste, Handschriften und Druckwerke um beiläufig 40 fl. verschafft,besonders Kommentare zu den Aristotelischen Schriften sowie sel-tenere Werke, die im Handel nicht zu haben waren (Acta f. a. III,2 48 R ), ferner ein Druckwerk 'sermones Bernardi (Acta f. a. III,252 v ). Im J. 1476 wurden um §6 Ung. Gulden 14 Bände gekauft, 10davon neun auf Papier, fünf auf Pergament und es kamen nochweitere fünf Druckwerke dazu (Acta f. a. III, 25s R ). Nach demTode des Georgius Schleuchel entstanden Streitigkeiten. Da er ohneTestament gestorben war, hätten nach dem alten Privileg der artisti-schen Fakultät dieser seine Bücher zufallen sollen, während die medi- 15zinische Fakultät dem Nachlaß Bücher entnommen hatte (Acta f. a.III, 3o3 R ). Im J. 14X3 erlangte die Bibliothek die 78 Bände des Doktorsder Medizin, magister Christoph Creuzer de Wienna, die er ihr schonvorher vermacht hatte, Andreas de Pottcnprun schenkte einige Bücherschon bei lebzeiten, 146'$ Nicolaus Iungast ein Druckwerk, Rupertus 20Weissen burger zwei Werke des Thomas de Haselbach. Im J. 1487kam als Pönale des Conradus de Nurnberga ein Codex in die Biblio-thek, i4gi wurden drei Druckwerke und eine Handschrift (Acta f.« III, 34q r ), ferner 22 dem Magister Nicolaus de Kreuznach ge-hörige Handschriften einverleibt. 25

Die Verwaltung wurde in gleicher Weise geführt wie vorher,nur daß von 1476 angefangen der Bericht sich auf "ambae facultalisbibliothecae' erstreckte {Acta f. a. III, 264'"). Während ferner frühernur über die angeketteten Bücher Rechenschaft zu geben war, wurdediese Verpflichtung auch auf die nicht angeketteten Bücher ausge- 3odehnt, die sich zum Zwecke der Vorlesungen bei den Professoren be-fanden; auch sie hatten fortan notiert zu werden.

Bei den Vermehrungen der letzten Jahre konnten auch die neuenRäume bald die Sammlung nicht mehr fassen und so wurde dennl, n J. 14g 2 am unleren Ende der Bäckerstraße, dem Collegium 35ducale gegenüber, ein dem Kloster Engelszeil gehöriges Gebäude er-worben, um die artistische Bibliothek unterzubringen. Dieser ver-machte Konrad Celtis im J. 1508 seine Bücher nebst den mathemati-s chen und astronomischen Instrumenten, mit wenigen, freilich sehrwichtigen Ausnahmen, 'ad librariam ex opposito co/legii in hospitali 4°

') nach einer Angabe von Xystus Schier im Cod. 7237, S. in der Wien. Hofbibl.dürfte es sich um mag. Petrus Gottfart de Corona handeln.

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