288 Wien, Dominikaner.
buechlein samt iren constitucionibus. (S. 2 63) Buecher in der librey-Seindt in gemain gross und Main püecher goö. In deposito. Itcingross und klain büecher von papier 23g. Itempuecher von perganien248. Gar grossepergamenepuecher 16. Zway breviaria vonpapier-
5 Ain psalterium von papier.'
Die Zeit, jvo eine beträchtliche Zahl von Handschriften derDominikaner den Weg in andere Hände fanden, fällt bald nach derMitte des iö.Jahrh. Eine ganze Reihe davon war für die Zweckeder Magdeburger Centuriatoren bestimmt und kehrte in der Folge
10 nicht mehr ins Kloster zurück. Im Anfang des 18. Jahrh. hat Bern-Pez die Bibliothek benutzt und in den Scripiores rcr. Austr. tont- 1lipsiae 1721, p. 1116 aus Zusätzen eines Codex der Bibliothek, derdie österreichische Chronik des sog. Gregor Hagen enthielt, AufSchreibungen veröffentlicht, worin über den Tod Pauls von Tyrnä
15 berichtet wird (vgl. Mittheilungen der k. k. Centralkommission Bd. i4>Wien 186g, S. XCIX). Von den Handschriften der Bibliothek habengar manche in früheren Zeiten durch Wasser schwer gelitten; beidiesen ist der untere Teil ausgeblaßt oder vermorscht.
Die Bibliothek der königl. Akademie der Wissenschaften in Bu-
20 dapest besitzt 44 Inkunabel-Nummern (in noch mehr Bänden), dieaus dem Wiener Kloster stammen. Sie zeigen zum Teil die altenSignaturen und Eigentumsvermerke (wie von dem oben genanntenJohannes von IJndojv), zum Teil die Eintragung 'Novitiatus con-ventus Viennensis i63f (auch 165g), zum Teil Besitzvermerke noch
25 aus dem 18. Jahrh. (z. B. Incun. der Ung. Akademie in Fol. igS. 202,1. 212. 33j). Es scheint, daß die Noviziatsbibliothek ein anderesSchicksal gehabt habe als die Hauptsammlung, in der Handschriftenoder Incunabeln mit einem solchen Vermerk nicht vorkommen. F n18. Jahrh. wurde ein Katalog von Hermann Man lieh in 3 Fol' 0 '
3o bänden verfaßt, 1758 beendet und mit Nachträgen bis ans Ende desJahrhunderts versehen; er enthält auch Handschriften, ein anonym^Katalog von i8o3 dagegen nur Bücher in fachlicher Einteilung-Um die Mitte des ig. Jahrh. hat sich Georg Zappert einige Codicesder Sammlung zu verschaffen gewußt und sie verkauft. In neuester
35 Zeit wurde ein kurzes Inventar der Handschriften von P. CassianZuchristian hergestellt. Das Kloster besitzt heute noch eine statt-liche Reihe von (rund 300) Handschriften sowie 28g Inkunabelbände,zum Teil mit Adligaten.')
J ) dem Dominikanerkloster gehörten einst folgende, in anderen Bibliotheken \ er '40 streute Stücke an: Donaueschingen, Fürstenberg. Bibl. Cod. 224 S. Ambrosiusofßciis; Nyder de mercatorum contractibus; Martiniana s.XIV. Cod. 342 Hunibe>' tlad omnem statum s. XV. Heiligenkreu^. Cod. 270 Nicolaus de Lyra super ps alm °.s. XIV. London, British-Museum. Addit. iSßiß Augustini homiliae in evang. loh"' 1 '"'