Wien, Dominikaner. 287
Auf eine etwas umfangreichere Bücher Schenkung läßt sich auseiner Eintragung am Schlüsse der Inkunabel 7. C. 17 der WienerHofbibliothek schließen (Justiniani institutiones, Moguntiae 1476,■tiain *g4g8), die besagt;' Iste liber est conventus Wiennensis, testatuse 'de m a venerabili magistro olim Conrado Wernher de Rott, germani 5°hm magistri eximii Georgii de Rott, conventus Wiennensis, cumyuibusdam aliis libris et Omnibus rebus, pro cuius anime solacio lec-hri fidcliter deum orent. Defunctus anno MCCCCLXXXIIIi:^as Kloster gab in diesen Zeiten auch Bücher ab, so z. B. wurde
°d- 4457 der Wiener Hof bibliothek im J. 1465 an die Lilienbursc 10verkauft. Und auch von Verlusten zu Anfang des 16. Jahrh. wissenwir. A us d es K onra d Celtis Testament ist ersichtlich, daß er einen^odex des Hauses ' qui quatuor ewangelia graeca continef nach
v °rnis an Bischof Dalburg verliehen hatte, wo er noch beim Tode
cs Celtis war (Aschbach, Geschichte der Wiener Universität Bd. 2, 15
len I( $77, S. 145). Damals werden wohl auch andere griechischeHandschriften, die das Kloster besaß, verloren gegangen sein. Joh.
et >'eius und Joachim Vadianus besuchten die Dominikanerbibliothek,^° sie eine kleine, alte Handschrift des Persius fanden. (F. X. Schier,
üsertatio de regiae Budensis bibliothecae . . . ortu lapsu interitu ... 20*- d it. sec, Viennae i 799 , S. 48f.)
Während der ersten Türkenbelagerung Wiens im J. 1^20 wurde
die TT' 1
-Kirche niedergerissen und das Kloster stark mitgenommen, aber
5^0 durch Ferdinand I. wieder aufgebaut. Mit diesem Umsturz
eint auch eine neue Katalogisierung der Bücher von 1534 zu- 25
mm enzuhängen. Eine Anzahl von Codices und Inkunabeln trägt
* a mhch jetzt noch auf einem Titelschild des Vorderdeckels einen
-r[ lzen Titel und neben diesem mit Minium die Zahl 15J4 (so Cod.
omin.JSTr. 41*. 186. 102 etc. Incun. Nr. 8. 76. 14S. 151. 164 etc.)
Nicht ebenso verständlich sind die Beweggründe für zwei weitere 3o' en tarisierungen aus dem 16. Jahrh. Im J. 1559, nach dem 14. No-m ber, soll Wolfgang Lazius auf Befehl Ferdinands I. von deriversität mit anderen Kommissären zu einer Inventarisierung imenshause bestimmt worden sein, wobei es sich auch um die Biblio-^ e < handelte (vgl. Specimina a. a. 0. S. 52, Anm. 6). Eine zweite 3 5m f Htaris ' eriin g fand am 28. Juli 1578 statt. Die Bücher waren da-sei S 7 ' 1 ^ GV sacr ^ a \ i> n ' depositd zusammen mit dem Silberge-(vJJ 1 > Kelchen und Urkunden und in der''librey' untergebrachtj[{ ' Q Ue tten zur Geschichte der Stadt Wien, redigirt von Antonei n y ? r " *-Abteilung, Regesten. Bd.i, Wien 1805, S. 258ff.) Im 40
hiecl,^ JPCrdcn angeführt:'in der sacristia ----------- (S. 260) Mess-
bue^ 1 ~ ires ordens. Item 5 alte messbuecher. Mehr ain mess-c l > so intitulirt wird missale speciale. Etlich alte procesional