Druckschrift 
1 (1915) Niederösterreich
Entstehung
Seite
275
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27*". Wien, Dombibliothek. 275

Majuskeln und Minuskeln des Textes sind rot gestrichelt; jede Buch-beschreibung beginnt mit eigener Zeile, Interpunktion fehlt.

Dem ersten Schatzverzeichnis sehr ähnlich ist das zweite (B),gleichfalls im Archiv des Domkapitels aufbewahrt. Es ist einePapierhandschrift von 20 gezählten (und einigen leeren) Blättern 5(3o x 22 's cm). Auf dem glatten, steifen Schweinsleder Umschlag stehtdie Aufschrift Registrum (antiquum et novum, über der Zeile, vielSpäter eingeschaltet) reliquiarum sancti Stephani Wienne. Und dar-unter die nicht viel spätere Notiz Anno M. CCC. LXXXXHI. obiit do-minus Thomas custos, loco sui Johannes Chraft in die animarum etc. 10Bas Wort dominus und die beiden letzten Worte sind fast ganz un-leserlich, da die Tinte abgesprungen ist. Der Hauptinhalt (f. 4fgg-)ls t eine Kopie des älteren Schatzverzeichnisses mit Zusätzen mehrererHände. Der Bücherkatalog steht hier f. i4 R , f. i/- Auch hier reichtdas I des ersten Item über die ganze Seite zum Ersatz der darauf- 15folgenden Majuskeln im gleichen Worte. Auch hier sind viele Groß-und Kleinbuchstaben rot gestrichelt und die ersteren ziemlichreichlich verwendet. Auch hier ist die Schrift sorgfältig, jede Buch-beschreibung bildet eine eigene Zeile; Interpunktion fehlt auch hier.Die i n dieser Fassung erscheinenden Zusätze sind zum Text des :oersten Schatzverzeichnisses (A) in Anmerkungen jeweilen beigesetzt(mit B bezeichnet).

Was die Zeitbestimmung betrifft, so liegt das mit A bezeichneteExemplar gewiß vor dem Exemplar B. Der in der Aufschrift desletzteren genannte Thomas ist Kustos Thomas von Passau (i3jS 25b ^ ^94, nach Zschokke a. a. O. S. 3 7 3 jedoch f 2. Nov. i3 95 ).^er ihm folgende Kustos war Johann Chrast, auch Crafft, f i3. Ok-obe r 141 5 ( a . a. O.). Beide Fassungen sind demnach vor i3gs au-ssetzen.

. Ber Bücherkatalog, der in den Schatzverzeichnissen in zwei, 3ozeitlich wiederum verschiedenen Überlieferungen vorliegt, bildet auche " l e Abteilung der umfangreicheren, im ältesten Kopialbuch des

° m stifls auf f. z 7 o y eingetragenen Bücherverzeichnisse (C).^ahrend die Kataloge in den Schatzverzeichnissen (A, B) nacktev " che raufzählungen bieten, ist das Verzeichnis im Kopialbuch (C) 3 5£ n größerer Wichtigkeit, da es den älteren Bestand von den späterenkuZ äChS6n £ es °ndert aufführt und den letzteren Büchern die Her-*>7a V ° n SeÜe dcr S P ender oder Erblasser beifügt. Diese Angaben

' ä en aus den Schenkungsurkunden hervorgegangen sein oder sief()/ ,en > wie so oft, in die Bücher selbst eingetragen. Da die Reihen- 4 oWar m aUen drei Verzeichnissen im großen und ganzen dieselbe iste eine Zusammenfassung dieser Teile an und für sich möglich

Ves en. Doch wären die in verschiedenen Zusätzen und Auslas-

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