Melk. 1 4 1
1881, S. 123). Im i~. Jahrh. fanden mehrere Katalogisierungender Bibliothek statt. Ein Verzeichnis muß bald nach der Mitte desJahrhunderts verfaßt worden sein, da sich in vielen Büchern die Ein-tragung findet: 'Caialogo monasteriiMellicensis hunclibrum inscripsil6 57*- Unter Abt Valentin erfolgte eine bedeutende Vergrößerung 5der Bibliothek und P. Sigism. Häringhauser verfaßte 1667 einenKatalog und einen umfangreicheren 1678. Im J. 1688 besuchtendie Jesuiten Conr. Janninch und Francois Baert die Bibliothek, umsie für die Zwecke der Bollandisten auszunutzen; was sie in dreiArbeitstagen nicht bewältigen konnten, erbaten sie, abschriftlich zu 10ehalten (Kropff a. a. O. p. 33f). Der jetzt bestehende Bibliotheks-bau wurde unter Abt Berthold (1700 —173g) mit den anderen Stifts-gebäuden errichtet. In derselben Zeit forderte der HofbibliothekarJ o. Bapt. Gentilotti von Engelsbrunn den P. Bernard Pez zum Druckdes Melker Handschriftenkatalogs auf (1717); die Arbeit Pezens ist I5noch erhalten. Nach dessen Tode (1735) folgte ihm sein BruderHieronymus Pez im Amte nach, der es 173g an Martin Kropff abtrat(1~ J 779)- Denspäteren Ruhm des Stiftes hat zwar nicht ein KatalogderHandschriften, dagegen deren eingehende Verwertung durch die Ge-brüder Pez begründet. Im ig. Jahrh. wurde ein 1850 Hss. umfassender 2QKatalog in zwei Folio-Bänden von P. Vinzenz Sta ufer verfaßt (unge-druckt). Bis 188g wuchs der Handschriftenbestand auf 2123 Stück. ImBrück erschien: Catalogus manuscriptorum voll, Vindobonae 188g.
Literatur. Martinus Kropf/, Bibliotheca Mellicensis, Vindobonae 1747; vgl. die Ein-leitung p. r 3 — SS: Historia bibl. Mellicensis, in qua potissimum praeeipui quidam 25atque selecti Codices manuscripti recensentur et indicantur.
Än *. Sehr am b, Chronicon Mellicense, Viennae Austritte, 1702 (passim).
^%. Ziegelbauer, Historia rei literariae O. S. B. edid. Oliv. Legipontius vol. 1.,Augustae Vind. et Herbipoli ij54, p. 52jj— 526.
Ut "-c Gotth. Struvius, Bibliotheca historiae litterariae ed. J. Fr. Jugler tont. I, Jenae io1754, S. 5 3 G.
J h. Frogn. Dibdin, A bibliographical, antiquarian and picturesque tour m 1-rance andGermany torne 3, London 1S21, p. 40g — 4*3"
G - H. Pertf im Archiv der Gesellschaft für alt. deutsche Gesch. Bd. 3, Frankfurt 1S21,
S. j5. ßil — jiO'. 35
A - Pritnisser, Reisenachrichten über Denkmahle der Kunst und des Alterthums in denösterr. Abteyen im Archiv für Geographie, Historie, Staats- und Kriegskunst,Wien 1822, S. 106.
G - H. Pert^, Archiv der Gesellschaft für alt. deutsche Gesch. Bd. 6, Hannover 1838,
S. ic)2 — ig4. 4°
lV - Wattenbach, Handschriften des Stiftes Melk im Archiv d. Gesellschaft für älteredeutsche Geschichte 10 (i85r) S. 432. 601 — 607.
Ed - Freih. von Sacken, Kunstdenkmale des Mittelalters im Fr^her^ogtume Nieder-österreich im Jahrbuch der k.k. Central-Commission Bd. 2, Wien 18S7, S. 13* ff-
J 8- Fr. Keiblinger, Geschichte des Benediktinerstiftes Melk in Niederösterreich Bd. 1, ^
■
Wem i85r (passim).