Druckschrift 
1 (1915) Niederösterreich
Entstehung
Seite
125
Einzelbild herunterladen
 

i8. Lilienfeld. 125

Kenia Bernardina pars II. low. 1, Wien i8qi, S. 481 561 'Verzeichnis der Hss. desStiftes Lilienfeld' von P. Cour. Schimek; pars HI. Wien i8gi, S. 2gg301 (Ab-druck der alten Bibliothekskataloge, von demselben).

loh. Bohatta und Mich. Holzmann, Adreßbuch der Bibliotheken der österr.-ungar.Monarchie, Wien rgoo, S. 127 f.

Außerdem vgl. A. Goldmann im Ccntralblatt für Bibliothekswesen 5 (1SS8), S. 26.

?S 10

18. Katalog des 13. Jahrhunderts.

Der Cod. 52 des Stiftes Lilienfeld (vgl. oben S. 122, Z. 15) ist imto- Jahrh. in gesprenkeltes braunes Kalbleder gebunden und mitgesprenkeltem Schnitt versehen (36 X 27-3 cm). Zwei seitliche Leder-streifen mit Metallhaften greifen in Eisenstifte in den Stehkanten desVorderdecke/s ein. Auf dem Rücken kleben zwei Zettel; auf einemst eht die Aufschrift Homiliae. Memb. Nr. 45, auf dem anderen,kleineren darüber Nr. 52, welche Zahl der jetzigen Signatur entspricht.In den Xcnia Bernardina pars II tom. 1, S. 4gg ist der Codexfolgendermaßen beschrieben: c Pg. XIII. Jahrh. 247 Bll. fol. 2 coli. 15* Hermanni sermones. Der erste in adventu Domini, der letzte deVlr ginibus. 2. fol. 247 findet sich das älteste, im Jahre i388 verfaßteVerzeichnis der in Lilienfeld befindlichen Manuskripte vor: DieseDatierung entspricht den Tatsachen nicht, und zwar aus folgendenG ''Hndeii. Auf derselben Seite, wo der Katalog zur Füllung des 20-Restes der vorletzten und der letzten, einst leeren Kolumne eingetragenwurde (f 24j v ), ist an mehreren Stellen in die noch frei gebliebenenTeile eine Anzahl von Federproben gesetzt. So steht vor dem Ver-zeichnis . . ue pa abcd, ferner in größerer Schrift O maria hilf (dieswiederum ausgewischt); ferner finden sich in Missaleschrift die 25Worte Anno domini milesimo tricentesimo octuagesimo oetavo.-^er fiest der Zeile blieb auch dann noch frei. Im Zwischenraumz »'ischcn der drittletzten und vorletzten Zeile dieser Kolumne, vord en Worten Sententie Ysidori des Katalogs, stehen wieder in größerer*chriß die Worte O Maria und dann nochmals die drei Anfangs- 3oJ'ehstaben O M h; endlich in der zweiten Kolumne, unmittelbar anda s letzte Wort des Verzeichnisses anschließend die Worte Benedictus, dor ninus d., ferner von anderer Hd. Augustinus. Melius est claudusp 1 Via ' c l uam Cursor preter viam. Claudus quidam, cum vidisset

et mm et lohannem, cepit... Die zwei letzten Federproben stammen s 5n °ch aus dem i3. Jahrh. Darausfolgt, daß der vorausgehende Text

es Verzeichnisses nicht jünger sein kann. Die anderen FederprobenSl nd jünger, saec. XIVXV Der Umstand, daß eine davon die*?hl 1388 in Buchstaben geschrieben enthält, hat die unrichtigeDatierung des Bücherverzeichnisses veranlaßt. Die zitierten Worte 4 o