Druckschrift 
1 (1915) Niederösterreich
Entstehung
Seite
102
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102 Jf>- Klosterneuburg.

Schrift sprechen könnte. Ferner sind für diese Anschauung beachtens-wert die Beisätze zu den eigentlichen Büchertiteln f. 6 V (zmeimal),f. y K , f. y v , f. 8 R habuit Colinus, /. 7'' habuit Tuerso (d.i. HermannTurso, Chorherr zu Klosterneuburg) und f.8 Y habuit pedagogus et

5 est combustus, alles von derselben Hand m' mit derselben Tinte undin einem Zuge geschrieben. Wahrscheinlich waren dies Zusätze inder Vorlage, die vom Abschreiber des vorliegenden Exemplars mitherüber genommen sind. Mit Rücksicht darauf ist es nicht wahr-scheinlich, daß ein Autograph Magister Martins vorliegt. Eigen-

10 tümlich ist ferner die Orthographie folgender Namen: f. i R Rutht,/. § R Nazaretht, Bethtfagie, die so im Text belassen wurde.

Die durch eigene Überschriften kenntlichen Gruppen in demvon m' geschriebenen Teil des Verzeichnisses reichen bis in die Mittevon f. S v . Von da an zeigt dieses eine andere Anlage, indem zwar

15 auch hier bestimmte Gruppen von Büchern gebildet und durch Über-schriften gekennzeichnet wurden, jedoch breite leere Räume zwischenihnen für Nachträge vorhanden sind. So stehen f. 8 V , g R libri medi-cinales von m" und m 3 , ebenso f. g v , io R libri loyce, wobei m 3 mitden Nachträgen auf der ersteren Seite nicht ausreichte und deshalb

20 auf f. io R unten weiterschrieb, die Zusammengehörigkeit der Bücherzu einer Gruppe durch einen von einer Seite zur anderen hinüber-geführten Klammerstrich andeutend; f. io R stehen libri gramaticales(Grammatiken), f. io v libri artis arismetrice, libri musicales, libriTulii, f. 1 i R auetores gramaticales (Schulautoren); f. n v ist leer.

25 Endlich steht auf dem oberen Teil von f. i2 R das Verzeichnis dervom Magister Martin hinterlassenen Bücher.

Im Druck sind beim Text von m' und m' J die Zeichen für Ab-teilung der einzelnen Bände (das Alineazeichen oder z) iveggelasscn,die Abteilung nach Bänden jedoch, dem Codex entsprechend, durch

30 Alinea kenntlich gemacht. Bei m 3 dagegen, wo die einzelnen Bändezum Teil in der Manier von m' sich abheben, zum Teil jedoch infortlaufenden Zeilen stehen und nur durch s voneinander getrenntsind, werden hier entsprechende Spatien verwendet. Große Zahlenmit Flexionsbezeichnung, z.B. LI 0 , LXXI11I" 1 wurden der Übersicht-

3 5 lichkeit halber nicht in Buchstaben wiedergegeben. Das durch Be-schneiden am Rande verstümmelte 11 von hie ineipe f. j v ist wohlals Merkzeichen zur Fortsetzung einer bis hieher gelangten Revision,Abschrift u. dgl. anzusehen.

Drucke. Zeibig im Archiv für Kunde österr. Geschichtsqu. 5, S. 2S4 2t)S, ohne, 0 Kennzeichnung der verschiedenen Hände, jedoch mit Angabe der modernen Biblio-

thekssignaturen für die noch erhaltenen Bände. Danach im Serapcum ri,InteU.-Bl. S. r5, 9 13, 17 21, 2528. Vgl. Becker, Catalogi Nr. t8q, Gott-lieb, ÜMB. Nr. 94.