Druckschrift 
1 (1915) Niederösterreich
Entstehung
Seite
101
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/5- Klosterneiiburg. I O I

Als Interpunktion ist nur Kolon verwendet, fehlt jedoch meistens.Kürzungen bieten selten Ungewöhnliches.

Die erste Hand (m') reicht von f. i v bis Mitte f. 8 v ; sie ist fließendund deutlich. Ganz überwiegend beginnt jeder Buchtitel mit eigenerZeile, was bei den späteren Händen weniger der Fall ist. Besonders 5von ihr werden die einen Band.füllenden Schriften durch wagrechteStriche der ganzen Papierbreite nach gegen andere Bände abge-grenzt. Zu Anfang jeder Bandbeschreibung steht das englischeAlineazeichen f. War der Titel länger als die Zeile, so kam derRest, mit hakenförmiger Klammer vorne, unter das Ende der Zeile 10z » stehen; dergleichen wird im Apparat nicht berücksichtigt.

Die zweite Hand (m s ) hebt sich schon durch die dunklere Tintedeutlich ab; sie hat eine plumpe und flüchtige Schrift. In der Buch-stabenbildung unterscheidet sie sich von der vorigen durch ihr wu nd durch das von zwei krummen Strichen gebildete e. Auch sie 15setzt vor jede Bandbeschreibung das Alineazeichen.

Die dritte Hand (m 3 ) ist von wechselnder Schriftgröße, jedochüberwiegend klein und zierlich. Zur Abteilung der einzelnen Bändeverwendet diese Hand zum Teil das Alineazeichen, zum Teil zweiSchrägstriche (z). Rein graphisch ist sie dadurch kenntlich, daß 20be »n großen I der Kopfstrich fehlt oder nur schwach angedeutet ist,dagegen der Fuß schalenförmig mit Ausstrich nach links auf-wärts gebildet ist, ferner durch den nach links überhängenden Kopfde s a und durch scharfe Knickung des zweiten Teils vom h. m 2l »id m 3 gehören jedoch zeitlich sehr nahe zusammen, denn einer- 25se its macht m 3 Zusätze zum Text von m% andererseits ist das Um-gekehrte der Fall (vgl. z. B. unten bei den libri musicales den Titel

Tonarius).

Eine vierte Hand (m 4 ) schrieb das Verzeichnis der vom MagisterMartin hinterlassenen Bücher. Sie hebt sich von den vorigen Händen 30dl "'ch das Majuskel-l mit seinem von unten geführten Vorstrich unddurch offenes, v- förmiges r ab.

Einige kleinere Zusätze f. 6 v , 7 A> , 7 " gehören einer fünften Handa "s dem 14. Jahrh. an. Ihr M unterscheidet sie deutlich (m").

Was die Anlage des Verzeichnisses betrifft, so wäre folgendes 35zu ^gen. Der größte Teil f. 1 v $ v ist von einer Hand in einemZu ge geschrieben. Obwohl Öfter mehrere Bücher zu einer Abteilungdurch entsprechende Überschriften zusammengefaßt sind, ist hierkein freier Raum zwischen diesen Abteilungen gelassen. Das f. 8hinter Item byblia folgende Item ohne Zugabe eines Buchtitels laß 4 ovielleicht den Schluß zu, daß die erste Hand das Verzeichnis nichtganz abschloß oder es später fortsetzen wollte, oder auch, dajj dieKopie einer Vorlage vorliegt, wofür schon die Regelmäßigkeit der