88 Klosterneuburg.
magistri Thome de Haslpach. 144g- Hern Leotoldten umb ainpuch in iure Xß . . . Hern Leotoldten pro ettlich sextern in iuraVII ß . . . Item pro libro horarum IUI tal. 1450 . . . Item proarboribus consangwinitatis (etc.) XII ß. 1452 . . . Item scrip-5 tori scribenti summam Axten(sem) III tal. 1452 — 1453 . . . Itemumb ain halbe hajvtpro Iohanne de Esdinio. 1476 . . . Item prouna biblia papirea aufgedrugkt und ingepundten VII tal. 147g... Mertn gsell umb vier pücher corpus biblie III tal. 1482. Itempro ligaturaduorum librorum et unius libellihor ar um II 1 j Jal. 14Q0.
10 Item dem maier, der des markgrafen genealogey 1 ) gemaltX tal. I4Q4- Coronica novo 1 ) 3 tal. 1495 ■ ■ ■ Pro libro ser-monum Meffret. 1498. Item pro I notierten vigili et proquodam libello, quod dicitur anthidotarium oracionum UlißXII J>. 149g. Item pro quodam libro sermonum de tempore et
15 de sanetis una cum parva summa Anthonini.
Gleichfalls ins 75. Jahrh. gehört ein Verzeichnis, genauer ge-sprochen eine Anzahl von Ausleihverzeichnissen über Bücher, diesich im Gebrauch einzelner Chorherren, befanden. Da jedoch dieAngaben aus der gleichen Zeit stammen, können sie mit Recht als
20 ein Ganzes gelten (hier Nr. 16). Auch später sind Bücher teils ausdem Nachlaß einzelner Chorherren, teils in Inventaren belegt, jedochfast durchwegs Drucke verzeichnet (z. B. aus dem 16. Jahrh. in derNeuen Rapulatur f. 260 Nr. 14). Unter Propst Georg IL Haus-mannstätter wurde von dem 1513 als Dechant verstorbenen Vinzenz
25 Weißenberger nicht nur das Archiv geordnet, sondern auch dieBibliothek; der von ihm verfaßte Katalog ist leider verloren. ImKirchenschatz, der beim Einfall der ungarischen Rebellen im J. 1605aus Klosterneuburg nach Melk geflüchtet wurde, befand sich "Einvergoldtes Plenarium mit Stein versetzt und ''Ein silbernes Plenarium
30 mit der h. Dreifaltigkeit" (Jahrbuch des Stiftes Klosterneuburg 1,Wien 1908, S. 121 f.). Im J 1656 trug der Bibliothekar Vitus Mer-brich den Besitzvermerk des Stiftes in alle Handschriften ein (vgl.hier bei Nr. 11. 12. i3). Seit Eugen Pirkelbauer (um 171s) ist eineununterbrochene Reihe von Bibliotheksvorständen nachweisbar. Der
35 Bibliothekar und Dechant Florians Leeb (1761 — 1770) brachte dieBibliothek in neue Räume 3 ) und vermehrte sie später als Propst(1782 — 1799)- Sem Nachfolger BenediktEb el (f i7gs) begann einengroßen Katalog, der jedoch nur 150 Hss. umfaßt. Erst MaximilianFischer hat 1808 ein vollständiges Verzeichnis der Hss. in zwei mach-te, tigen Folianten geliefert, das noch heute als Grundlage für weitere
J ) von Ladislaus Suntheim. 2 ) von Hartmann Schedel. 3 ) beim Um^ug
tauchte eben das oben genannte Verzeichnis des mag. Martin von 1330 auf.