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Orden: regulierte Chorherren des hl. Augustin.Bistum: Passau (Wien).Gründungs^eit: iiod.
Leopold III. von Babenberg hatte im J. 1106 am westlichenAbhang des Kahlenbergs, unweit von Wien, zu Ehren der JungfrauMaria ein Gotteshaus und Wohnstätten für weltliche Chorherren ge-gründet. Diese wurden ein Menschenalter darauf durch Chorherrennach der Regel des hl. Augustin ersetzt und Hartmann, später Bischof 5von Brixen, war ihr erster Propst. Herzog Leopold wird auch fürdie zum Gottesdienst nötigen Bücher gesorgt haben. Ein ausdrück-liches Zeugnis dafür liegt in der Urkunde vor, durch die er von denChorherren S.Nicolai bei Passau für Klosterneuburg 1136 ein Missaleu nd eine Bibel in drei Bänden erwarb, wofür er dem Kloster in Passau 10Jahr lieh die zollfreie Einfuhr eines Schiffes gewährte.') Die Ver-bindung mit dem Passauer Kloster wird um so verständlicher, alsP>~opst Hartmann von dort berufen worden war. Die alten Bücher-Vc 'i'zeichnisse des Stiftes ermöglichen es, das allmähliche Wachsen der .Bücher Sammlung zu verfolgen. Das älteste Verzeichnis s. XII (im 15Cod. S38, hier Nr. 11) enthält nur 17 Bände, das zweite (im Cod. 252,hier Nr. I2 ) und das dritte (im Cod. 161, hier Nr. i3) sind vom An-fang des i3. Jahrh. Die Schulbibliothek ist durch ein kleines Ver-Zei chnis um das J. 1200 vertreten (im Cod. 1243, hier Nr. 14). Be-sonderes Interesse für die Bibliothek scheint Propst Nikolaus (1257— 2°l2 79) gehabt zu haben; unter seiner Regierung findet sich schonein eigener Bibliothekar in dem aus Passau nach Klosterneuburggekommenen Priester Albertus Saxo de Hunoldesburch. Er trugln die Hss. den Besitzvermerk des Stiftes und seinen eigenen Namen^■ 2 ) Auch unter Propst Pabo (1279—1292), in dessen Zeit Hardwik 25
: ) Monumenta Boica IV, 310 Nr. 7; vgl. Historia S. Leopoldi ed. Hieron. Pe$,Yiennae Austriae i 7 4 7 , p. So und Perlbach im Centralblatt f. Biblioth., Jahrg. 2 (iSS5),• 2 7- 2 ) vgl. ? . B. im Cod. 742 (Vergil, Eclogae Georgica Aeneis) am Ende:
AIb ertus Saxo nach Notenblatt d. kais. Akad. Jahrg. 2, Wien i852, S. 26. Er ist schon,3G 3 urkundlich erwähnt; s. auch Herrn. Pfeiffers Angaben über Auffindung seines 3oGrabsteins und über das Vorhandensein eines alten Glasgemäldes, das ihn darstellt(Jahrbuch des Stiftes Klosterneuburg 1, Wien 1908, S. 24 Anm. 1).
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