Die Lambertini.
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seine Landsleute — ein schlimmerer Fall als Jakob II. nach 1689)erhalten haben sollte, und daß er seine Stuart-Ähnlichkeit künst-lich zu erhöhen bestrebt war, spricht nicht zu seinen Gunsten.Nach dem^Tode seiner Frau waren infolge eines Erbstreitesseine Umstände höchst beschränkt und in seiner letzten Zeit lebte erin Biarritz an der spanischen Grenze sozusagen auf Kosten einesVerwandten. Von dort trat er, alt und schwach, die Reisean welche seine letzte sein sollte. Mit seinem Sohne warer zerfallen, eine Tochter hatte er ins Grab gelegt. SeinMißgeschick scheint er mit Resignation und Würde getragenzu haben.
II. Die Lambertim.
In Vorliegendem ist der Familie Lambertini wiederholtErwähnung geschehen. Ein zwiefacher Umstand veranlaßt mich,über dieselbe einige Notizen beizufügen. Zunächst, weil überdas Geschlecht, dem ein trefflicher Papst entstammt ist, inDeutschland verhältnißmäßig wenig zuverlässige Nachrichten ver-breitet sind. Sodann, weil schmählicherweise der Name diesesGeschlechts in jüngster Zeit durch einen Scandalprozeß in denKoth gezogen worden ist, woran auch deutsche Zeitungen, mitund ohne Illustrationen, bereitwillig theilgenommen haben,wobei der Umstand, daß es sich darum handelte, das Andenkeneines römischen Cardinals möglichst und zum Theil auf rechtgemeine Weise zu verunglimpfen, für manche derselben einSporn gewesen zu sein scheint.
Die seit beinahe sechs Decennien ausgestorbene bolognesischeSenatorenfamilie der Lambertini war uralt. Sie hatte gleichenUrsprung mit den Lambertazzi, welche in ihren Kämpfen mitder Partei der Geremei bis gegen das Ende des 13. Jahr-