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Die Lambertini.
Hunderts Bologna mit Unruhe und Blutscenen füllten, und inder Geschichte der fabelhaften Imelda der erzählenden wie derdramatischen Poesie einen Stoff lieferten, der an diejenige desebensowenig historischen Liebespaares von Verona erinnert. Wirbegegnen den Lambertini schon beim Ansgang des 10. Jahr-hunderts ; sie hatten am Consularregiment Theil, über hundertvon ihnen saßen im Rath der Anzianen, und im Jahre 1484erlangten sie die Senatorswürde. Ein Zweig wurde im13. Jahrhundert nach dem apulischen Trani verpflanzt, einanderer nach Antwerpen. In der Kriegsgeschichte ihrer Vater-stadt wie in deren Factionenlämpfen kommen sie unzähligeMale vor. Einer von ihnen war unter denen, welche in derSchlacht von Fossalta König Enzio gefangen nahmen, zweiandere kämpften im florentinischen Heere 1315 an dem blu-tigen Tage von Montecatini gegen Uguccione dclla Faggiuola,den Freund Dante Alighieri's. Das bezeichnet ihre Partei-stellung. Zwei ihrer Frauen, Imelda und Giovanna, werdenden Heiligen beigezählt. Um die Mitte des 13. Jahrhundertshatten sie auf ihren Besitzungen 163 Knechte; in Bologna be-saßen sie verschiedene Wohnungen und Thürme. Einen dieserletzteren kaufte im Jahre 1294 die Stadtgemeinde zur Er-weiterung des Palastes des Podesta, an dessen Ecke man nochdie untern Theile des Baues sieht. Über diese Wohnungen,wie über die Geschichte der Familie vergleiche man: veilell'orri Asukilirie cii LoloZua 6 äelle kamiMö alle yualiprima appartermero stuäj äel 6oute Viovauui Oorra-äini. (Bologna 1875, S. 336 ff.) Der edle Verfasserdieses reichhaltigen Buches, dem ich bei manchen Anlässenfreundliche Belehrung verdanke, hat sich mit diesem und man-chen andern Werken über mittelalterliche Geschichte wie überarchäologische Funde und Fragen auf würdige Weise den nam-haften Mitgliedern des Patriziats wie des Bürgerstandesseiner Vaterstadt angereiht, welche die Erinnerung an derenRuhm und Größe zu jeder Zeit lebendig zu erhalten bemühtgewesen sind.
Die Lambertini behaupteten immer noch, wenn nicht den