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Kleine historische Schriften
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404
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404 Die letzten Stuart, Vittorio Mfieri und die Gräfin v. Albany.

Schicksalswechsel kaum minder groß als die der Stuart gewesensind. Alles Übrige sind Schriftstücke über häusliche Angelegen-heiten von keinem Belang.

Wenn ich von diesen Papieren einige Proben mittheile, ge-schieht es nicht im Glauben, als wären sie von historischerBedeutung. In der Zeit, aus welcher sie stammen, war vonBedeutung der Stuart überhaupt keine Rede mehr. CarlEduard war nur noch eine klägliche Ruine. Nicht nur dieEpoche des Waverleh, auch die des Redgauntlet lag weit hinterihm, und wenn man in Schottland irgend einmal die Jako-bitenlieder vomlounZ (Lovulior" oderOüurlie is wxäurliuZ" singen hörte, so war es ein später, nicht immer weh-müthiger Nachklang alter Tage. Heinrich Benedict aber hattenie eine Bedeutung gehabt, obgleich der Argwohn des HausesHannover in seiner, wie einst in seines Vaters, namentlichaber in Carl Eduards Nähe Spione hielt. Ein Ämtchen,wozu sich früher der in der Geschichte der Alterthumsstudienvortheilhafter bekannte Baron Stosch hergegeben hatte, undwelches in Florenz, unter der Aussicht des Gesandten SirHorace Mann, mit ans Lächerliche streifendem Eifer betriebenwurde, worüber des Diplomaten eigene Zeugnisse, so in diplo-matischen Schriftstücken wie in seinen während vierzig Jahrenan Horace Walpole gerichteten, für die Kenntniß der Zuständein Toscana unter der Lothringischen Regentschaft und Groß-herzog Leopold I. wichtigen Briefen in Menge vorliegen. Dashistorische wie das romantische Interesse, welches sich an dasunglückliche Königsgeschlecht geknüpft hat, erlischt aber auch indiesen letzten traurigen Tagen nicht ganz, und so mag mannicht ungerne noch einen Scheideblick in das nicht heitere In-nere ihres Hauses werfen, umsomehr als ihre Erinnerungenmit den Erinnerungen an Personen verbunden sind, die aufverschiedene Weise eine Rolle gespielt und sich einen Namengemacht haben.