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Kleine historische Schriften
Entstehung
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XV.

Mehr denn eine der vornehmen und anmutigen Frauen,welche Gustav III. in Paris, in Spa, in Aachen gekannt hatte,theilte das Loos ihres Königs und ihrer Königin. Die Prin-zessin von Lamballe, zu ihrem Unglück durch ihre Anhänglich-keit an Letztere nach Paris zurückgeführt, endete schon am3. September 1792 unter den Fäusten und Messern der Blut-menschen, die dem Namen dieses Monats einen in der Ge-schichte unheimlichen Klang gegeben haben. Die Gräfin Amölievon Bousflers, später Herzogin von Lauzun (Biron), bestiegdas Blutgerüst im Juni 1794. Ihre Schwiegermutter wurdenur durch den Sturz Robespierre's vor gleichem Loose bewahrtund der Freiheit zurückgegeben, und starb hochbetagt zu Endedes Jahrhunderts. Wenn die Gräfin du Barri die Schmachihrer Vergangenheit nicht durch ihren Tod tilgen konnte, soerwarb sie doch durch den der königlichen Familie und derenBertheidigern in schlimmsten Momenten bewiesenen warmenAntheil, der sie auf's Schaffst führte, Anspruch auf milderesUrteil. Einer einzigen der Damen, die zu Gustav's Gesell-schaft, so zuletzt in Aachen gehört hatten, begegnen wir nocheinmal, der Gräfin von Sabran, welche zu Ende Octobersdesselben Jahres 1791 in Helsingborg und Madt war. DerKönig lud sie nach Stockholm ein, doch dehnte sie ihre Reisenicht bis dahin aus. Die Welt (man darf es ihr nicht ver-übeln, denn sie hat an so viel zu denken!) hatte Mme. deSabran vergessen, bis, es ist nicht lange her, eine Bricf-sammlung uns nochmals in eines jener weiblichen Gemüther