328 K. Gustav III. von Schweden in Aachen 1780 und 1791.
Gustav's Bruder sich in Aachen unklugerweise einließ, gleicher-weise wie über das aachener Patriziat eine Flut von Schmä-hungen in seinen Denkwürdigkeiten ausgießt, weil er mit denGerichten in unangenehme Berührung gekommen war. Vorein Paar Decennien ist das im untern südöstlichen Stadttheile,nicht ferne von der durch die Kaiser Otto III. und Heinrich II.aus mächtiger Felsenmasse gegründeten Adalbertskirche ziemlichversteckt gelegene Haus mit seinem umfangreichen Garten ver-schwunden, und eine neue Straße führt, großentheils auf demeinst von demselben eingenommenen Raum, zu den nach Nieder-legung der Mauern und Wälle entstandenen Baumgängen.Im Gefolge des Grafen von Haga befand sich der Oberst-kämmerer Freiherr Taube, der Oberkammerjunker von Wrede,der Capitän der Leibwache Gras Horn, der dienstthuendeKammerherr von Möllerswärd, die Secretäre von Silfver-sparre und von Ehrenstein. Der Leibmedicus Salomon wirdin Aachen nicht genannt. Mehre andere vornehme Schwedenwaren ihrem Souverän theils schon vorausgegangen, theilstrafen sie nun ein. Im Carlsbade nahm Fürst Hessensteinmit den Herren von Heß und Sundbäck Quartier, in ver-schiedenen Gasthöfen Freiherr Armfelt, Bruder eines von Gustav'sVertrauten, die Grafen Carl, Gustav und Erich Piper, derkönigliche Geheimschreiber Kampe, der Oberst Freiherr vonLieven.