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Kleine historische Schriften
Entstehung
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327
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in den Jahren 1780 und 1791.

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alsbald von den teilnehmenden Bemerkungen Ew. Majestätin Kenntniß gesetzt und zur Verschärfung der Beaufsichtigungdes Königs veranlaßt werden."

Diesen Brief muß Gustav III. in Aachen erhalten haben.

Am Abende des 25. Mai ging er in Dalarö bei Stock-holm an Bord der Dacht Amadis, während ein Theil seinesGefolges sich auf der Dacht Esplendian einschiffte. Der Herzogvon Südermanland blieb als Regent des Königreichs zurück;eine Proclamation Gustav's betonte, seine Gesundheit veranlasseihn zum Gebrauch der Bäder von Aachen und Spa. Am2. Juni landete er bei Warnemünde, von wo er sich nachRostock und, ohne sich zu übereilen, nach Braunschweig begab.Es ist begreiflich, von wie großem Interesse die Besprechungmit dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand für ihn sein mußte,welcher für die erste 'Autorität in militärischen Dingen inDeutschland galt, seit des großen Friedrich Tode in gewissemSinne mehr noch als Prinz Heinrich Repräsentant der preu-ßischen Armee und ihres Kriegsruhms. Aber auch eine hoheDame zog den König an, seine Cousine, die wenige Monatezuvor vermälte Erbprinzessin Friederike, Tochter des Erbstatt-halters der Niederlande Wilhelm V. von Nassau-Oranien.Die alte Residenz Wolfenbüttel wurde gemeinschaftlich besichtigt.Erst am 14. Juni langte Gustav in Aachen an, wo das Hausdes kurpsälzischen Vogtmeiers Rudolf Constans Freiherrn vonGehr zu Schweppenburg, den er bei seinem ersten Aufenthaltkennen gelernt hatte, zu seinem Empfange bereit war. DerBogtmeier oder Vogtmajor, wie das Volk ihn nannte, warder hohe Beamte, welcher die seit dem Anfänge des 15. Jahr-hunderts beständig bei den Herzogen von Jülich gebliebene, mitdem Jülichschen Erbe an Kurpfalz gekommene kaiserliche Ge-richtsbarkeit und Gerechtsame, so die peinliche wie in bürger-lichen und Polizei-Sachen ausübte. Der Freiherr von Gehr,aus einer westfälischen, nachmals in Cöln angesiedelten Familie,die sich nach der am Eingang des rheinischen Brohlthals lie-genden wohlerhaltenen Schweppenburg nennt, ist derselbe überwelchen der abenteuernde Friedrich von der Trenck, mit dem