in den Jahren 1780 und 1791.
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zweite Dauphin, den sie unter dem Herzen trug), gab er zu-gleich Nachricht von seinen Rüstungen, eine Nachricht, welchein Versailles nicht ohne Besorgniß ausgenommen wurde, dadie Perspective eines Krieges im Norden keine angenehme war.„Da ich die Weisheit und Vorsicht Ew. Majestät kenne",antwortete Ludwig XVI., „so halte ich mich vergewissert, daßDieselben, mit der Sicherung Ihrer Staaten zufrieden, jedeDemonstration vermeiden werden, welche Irgendjemandemeinen Grund oder selbst nur einen Vorwand zu Beunruhigungbieten könnte." Der drei Jahre später gegen Rußland begonneneKrieg, welcher dem Ausbruch der französischen Revolution un-mittelbar vorausging, rechtfertigte nur zu sehr den Mangel anVertrauen, den man in Versailles in die Eigenschaften setzte,welche zu preisen man sich den Anschein gab.
Der Aufenthalt Gustav's III. in Paris, der bis zum19. Juli 1784 währte, war ein ebenso glänzender als ange-nehmer gewesen. „Ich schreibe Ihnen nichts über Paris", heißtes in einem Briefe au Graf Clas Ekeblad; „Sie kennen diesenAufenthalt: ich finde ihn sehr verändert, namentlich was denHof betrifft — man ist viel höflicher und entgegenkommenderals früher. Ich bin außerordentlich zufrieden mit den Freund-lichkeiten die man mir erweist, mit der Herzlichkeit und Ver-trautheit, worin ich mich zu dem Könige befinde." Ein Ur-theil, welches, sofern es sich auf geselliges Wesen bezieht, einerfrühern Äußerung geradezu widerspricht. Die Wohnung imköniglichen Schlosse hatte er nicht angenommen, sondern einPrivatquartier bezogen, aber fast immer, wenn er nach Ver-sailles fuhr, speiste er mit König und Königin zu Mittag oderzu Abend; splendide Bälle wurden ihm zu Ehren gegeben,Glucks Armida, die beiden Iphigenien, Dido und andere Opernausgeführt, Montgolfieren lancirt und was dessen mehr ist.Wenn er nicht bei Hofe oder im Schauspiel war, verbrachteer die Abende meist bei Madame de Boufflers, beim altenMarschall von Richelieu, beim Herzog von Aiguillon dessenHof-Ungnade für ihn kein Hinderniß war. Was er vonMerkwürdigkeiten in Stadt und Umgebung noch nicht kannte,