in den Jahren 1780 und 1791.
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„Ich habe allen Grund", schrieb er von Paris aus am3 . Februar 1771 an den Freiherrn von Nolcken, „mit demam Hof wie in der Stadt mir gewordenen Empfange auf'shöchste zufrieden zu sein. Ginge ich in die Einzelheiten ein,so würde ich eitel erscheinen; schwiege ich, so würde ichmich des Undanks schuldig machen. Namentlich der König
überhäuft mich mit Freundlichkeit. Dieser achtungswerthe
(respectMs) Fürst, der älteste der Souveräne unseres Jahr-hunderts, behandelt meinen Bruder und mich wie seine Söhne,und ich empfinde beinahe wie ein Sohn für ihn. Sie machensich keinen Begriff von seiner Güte gegen seine Umgebung,und es giebt kein Privathaus, wo man mit mehr Annehmlich-keit und Ungezwungenheit lebt. Er öffnet nie den Mundohne etwas Verbindliches zu sagen, und vergißt keinen vondenen, die er in seine Gesellschaft zuläßt, welche jeden Abendfünfzig Personen umfaßt. Ich war in Gobelin, wo der Königmir einen schönen Wandteppich nach meiner Wahl zum Ge-schenk gemacht hat. Kurz, täglich überhäuft er uns mit Be-weisen seiner Güte. Es giebt hier anmutige Frauen, aber^ich bitte Sie die unseren zu versichern, daß sie in denglänzendsten Kreisen von Paris Leim Vergleich nicht verlierenwürden." Die eigenen Äußerungen Gustav's über Ludwig XV.lassen um so unbegreiflicher erscheinen, was durch glaubwürdigeZeugen berichtet wird, daß er nämlich bei der Nachricht vomTode des Königs größte Gleichgültigkeit an den Tag gelegthabe. Als der französische Botschafter ihm diese Nachrichtoffiziell überbrachte, soll er ihn sehr kalt empfangen und aufdessen Bemerkung, der Tod Ludwig's XV. sei ein Verlust fürSchweden, trocken geantwortet haben: in Bezug auf Schwedenmache nichts ihn besorgt, und er habe sich in ungünstiger Lageimmer größer gefühlt als im Glücke.
Der Aufenthalt der beiden Prinzen in der französischenHauptstadt hatte übrigens, außer Belehrung und Unterhaltung,noch einen sehr positiven Zweck, der auch Gustav's und seinesVaters Höflichkeit gegen die königliche Favorite erklären Hilst.Die Zahlung der alten französischen Subsidien an Schweden,