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Kleine historische Schriften
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in den Jahren 1780 und 1791.

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rechtfertigen, Kaiser Joseph II. hat sie ebenfalls besucht,und Maria Theresia drang in ihre Tochter, gewisse geselligeFormen ihr gegenüber nicht zu vernachlässigen, nicht der Dame,sondern des Königs wegen.

Wenige Tage nach jener Unterhaltung kam Gustav III.,längst nicht mehr Kronprinz, sondern König, auf dem Rückwegevon Versailles, durch das Dorf Luciennes (Louveciennes) undstattete einen Besuch bei Madame du Barri ab, die in dasSchloß zurückgekehrt war, welches Mansard für den Grasenvon Toulouse, Sohn Ludwig's XIV. und der Marquise vonMontespan gebaut, Ludwig XV. von dessen Sohne, dem Herzogvon Penthievre, gekauft und seiner Mätresse geschenkt hatte.Man scheint dem Könige einige Verwunderung darüber bezeigtzu haben.Das ist doch ganz natürlich", erwiderteer.Ichbesuchte sie als sie am Hose war sollte ich sie nicht be-suchen, weil sie nicht mehr dort ist? Das wäre weder ver-nünftig noch höflich."

Dies Schloß von Luciennes, durch die galante und er-findungsreiche Kunst der Rococozeit auf's glänzendste geschmückt,blieb Wohnort der Frau, welche, wie immer sie sein mochte,das Wort Gustav's III., sie seinicht böse" gewesen, durchmehr als eine Handlung ihrer späteren Jahre bestätigt hat.Dann wurde es geplündert und in solchem Maße verwüstet,daß sogar die Thürschlösser und die Belegsteine der Wasser-bassins weggerissen wurden, und ging, als Nationalgut ver-kauft, durch manche Hände, bis es in die des Banquiers Laffittekam. Vielleicht stammt von hier die zierliche Marmorbüsteder vormaligen Besitzerin, welche man in einem der Säle desMuseums moderner Sculpturen im Erdgeschoß des Louvre sieht.

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